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Klaus Lederer (Die Linke, l-r), Kultursenator von Berlin, Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, und Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Wirtschaftssenatorin von Berlin nach der vorherigen Sondersitzung des Berliner Senats zur Umsetzung der Corona-Beschlüsse.

Die Menschen in Berlin müssen sich auf eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie einstellen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich der Senat bei seiner Sondersitzung am Mittwoch auf eine neue Obergrenze für private Zusammenkünfte. Diese sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.

Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit. Mit der neuen Regelung, die voraussichtlich ab Sonntag bis 31. Januar gelten soll, folgt der Berliner Senat dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Die Regel zu den Kindern alleinerziehender Menschen stellt eine berlinspezifische Ergänzung dar.

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Viele Geschäfte, die Schulen und Kitas sollen danach weiter zu bleiben. Bund und Länder hatten sich auch auf Verschärfungen der Corona-Maßnahmen etwa bei den Kontaktbeschränkungen geeinigt. Details zu den künftigen Regeln für Berlin will der Senat bei einer Pressekonferenz nach der Senatssitzung mitteilen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller bezeichnete den Bund-Länder-Beschluss am Dienstag als «unausweichlich». Das Personal in Krankenhäusern und Intensivstationen arbeite an der Grenze der Belastbarkeit. Insofern sei klar, dass noch einiges zu tun sei, um die Pandemie einzudämmen.