Video zeigt exotisches Tier

Känguru hüpft frei in Brandenburg herum

Diesmal ist es kein Löwe, der einem Mann in Brandenburg vor die Kamera läuft. Dafür hat er ein Känguru in freier Wildbahn gefilmt.

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Ein Wallaby sitzt mit Baby im Beutel auf einer Wiese.
Ein Wallaby sitzt mit Baby im Beutel auf einer Wiese.Thomas Warnack/dpa

Dominik Perplies staunte nicht schlecht, als er im auf einem Feld im Landkreis Barnim bei Berlin ein Känguru sah. Das Video mit dem exotischen Tier schickte er an den Radiosender Fritz, der wie der RBB über die Sichtung berichtet.

Perplies hat das Känguru offenbar von einem Traktor aus gefilmt. Das Känguru sitzt zunächst bewegungslos da und starrt in Richtung der Kamera. „Ist das echt ein Känguru?“, sagt der Mann. Spätestens als es davonhüpft ist das eindeutig. Auf jeden Fall ist es kein Wildschwein. „Es wird immer kurioser“, kommentiert Perplies und fährt davon.

Zeit und Ort der Aufnahme sind laut dem RBB bisher nicht verifiziert. Auch die Polizei kann die Sichtung bisher nicht bestätigen. Doch Derk Ehlert, der Wildtierexperte des Berliner Senats, gab dem RBB gegenüber seine Einschätzungen ab. „Tatsächlich sieht es in diesem Fall wirklich nach einem Känguru aus“, erklärte er.

Känguru könnte ein Rotnacken-Wallaby sein, so der Experte

Ehlert tippt auf ein Exemplar der Rotnacken-Wallabys. Diese Tiere sind in Brandenburg zwar nicht heimisch, dürften aber gehalten werden. Da könne es schon mal vorkommen, dass Tiere ausbüxen, so Ehlert.

Rotnacken-Wallabys sind eine mittelgroße Känguruart aus der Gruppe der Wallabys. Es gibt zwei Unterarten, sie leben im Osten von Australien und auf Tasmanien. Die tasmanische Unterart wird auch Bennett-Wallaby oder Bennett-Känguru genannt. Der natürliche Lebensraum dieser Tiere sind Eukalyptuswälder und offene Grasflächen in der Nähe dieser Wälder.

Laut Ehlert spreche das Verhalten des Tieres in dem Video dafür, dass es schon seit längerer Zeit in freier Wildbahn lebt. Kängurus, die erst vor Kurzem ausgerissen sind, seien Menschen gegenüber weniger scheu.

Die Überlebenschancen für das Känguru seien nicht schlecht, so Ehlert.  Es dürfe aber im Winter nicht allzu kalt werden.