Eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe (Symbolbild). Zwei Zünder müssen entschärft werden. Imago/Ferreira

Bomben-Alarm in der Mitte von Berlin. 15.000 Anwohner rings um die Osloer und Residenzstraße in Gesundbrunnen müssen ihre Wohnungen verlassen, weil Sonntagfrüh eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden muss. Das hochexplosive Teil wurde vor gut drei Wochen bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses an der Iranischen Straße im Bezirk Mitte entdeckt und konnte nicht abtransportiert werden.

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Anwohner in einem Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle sind aufgerufen, ihre Wohnungen und den Sperrkreis bis spätestens 6 Uhr zu verlassen, wie Polizei, Feuerwehr, Innenverwaltung und die Bezirksämter Mitte und Reinickendorf gemeinsam mitteilten. Beim Aufenthalt innerhalb des Sperrkreises bestehe Lebensgefahr.

Mehr als 100 Patienten aus dem Jüdischen Krankenhaus werden von der Feuerwehr in andere Einrichtungen verlegt. Patienten der Intensivstation werden schon seit Tagen verlegt. Auch die DRK-Kliniken an der Drontheimer Straße mussten Patienten evakuieren.

Zwei Zünder werden am Fundort entschärft

Die beiden Zünder der amerikanischen Weltkriegsbombe sollen nach Angaben der Polizei möglichst am Fundort entschärft werden. Wenn das geglückt sei, könnten alle zurück in ihre Wohnungen. Wie viel Zeit für die Entschärfung nötig sei, lasse sich allerdings schwer abschätzen.

Der abgesperrte Bereich wird durch folgende Straßen begrenzt:
Norden: Residenzstraße / Reginhardstraße
Osten: Osloer Straße / Drontheimer Straße
Süden: Reinickendorfer Straße / Nauener Platz
Westen: Seestraße / Groninger Straße

 Bezirk stellt Notunterkünfte bereit, U-Bahn und Straßenbahn fährt nicht

Die Anwohner sind gebeten worden, am dritten Adventssonntag bei Freunden oder Angehörigen unterzukommen. Alternativ stellt das Bezirksamt Mitte Unterkünfte bereit, die dafür genutzt werden können. Während der Sperrmaßnahmen sind starke Einschränkungen des Verkehrs vor allem auf der Reinickendorfer Straße (B96) und der Osloer Straße zu erwarten.  Es wird gebeten, das Gebiet am 12. Dezember weiträumig zu umfahren. Es wird empfohlen, Fahrzeuge außerhalb des betroffenen Bereichs zu parken.  Außerdem soll der U-Bahn- und Straßenbahnverkehr in dem Bereich während des Einsatzes eingestellt werden.

Die Bezirksämter Mitte und Reinickendorf haben eine Hotline für die Betroffenen eingerichtet. Sie ist am 12. Dezember von 7 bis 18 Uhr unter der Nummer: Tel. 030/ 9018 46 660 oder per E-Mail unter bombenfund@ba-mitte.berlin.de erreichbar.