Die Retter waren mit 40 Einsatzkräften vor Ort in Friedrichshagen. Sabine Gudath

Unfassbar! Bei einer privaten Feier in Berlin-Friedrichshagen kam es zu einer Kugelbomben-Explosion. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt. Die Feuerwehr spricht von mehreren minderjährigen Opfern.

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Die Feier soll auf dem Gelände einer Firma für Baustellenabsicherungen stattgefunden haben. Nach B.Z.-Informationen soll eine unbekannte Gruppe eine illegale „Kugelbombe“ über den Zaun geworfen haben, die dann detoniert sei. Die Bombe, die auch in Polen verkauft werde, führte zu Knalltraumata, Verbrennungen und Abschürfungen.

Die Polizei geht ebenfalls von illegalen Knallern aus, anders seien die Anzahl und die Schwere der Verletzungen nicht zu erklären, sagte ein Sprecher.

Die Berliner Feuerwehr, die nach Mitternacht alarmiert worden war und mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort eintraf, brachte elf Verletzte in die Klinik. Das jüngste Opfer  ist laut Feuerwehr ein elfjähriger Junge. Zum Glück, so ein Sprecher, habe es keine Schwerverletzten gegeben. 

Zahl der Angriffe auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge stieg in der Silvesternacht wieder

Zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens rückte die Berliner Feuerwehr zu 1026 Einsätzen aus – im Vorjahr waren es 164 weniger. Die Feuerwehrleute bekämpften in der Nacht zu Sonnabend 219 Brände (2020/21: 211), wie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen bilanzierte. Hinzu kamen 755 Rettungsdiensteinsätze (556).

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Auch die Zahl der Angriffe auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge stieg in der Silvesternacht wieder: Die Berliner Feuerwehr zählte zehn solcher Übergriffe, davon acht mit Pyrotechnik. Im Vorjahr hatte es nach Angaben der Feuerwehr fünf solcher Angriffe gegeben. Zum Vergleich: In der Silvesternacht 2019/20, in der es noch keine Corona-Restriktionen bis hin zu Böllerverboten gab, war es nach Angaben der Feuerwehr zu 24 Übergriffen auf Einsatzkräfte gekommen.

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„Dieses Verhalten ist nicht zu rechtfertigen“, betonte Feuerwehr-Chef Homrighausen. „Wir eilen Menschen in Not zu Hilfe und werden selbst mit Böllern beschossen und beworfen.“ Er danke ausdrücklich allen 1490 haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften.

In Berlin waren in der Silvesternacht 809 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und 550 ehrenamtliche Kräfte der freiwilligen Feuerwehren im Dienst. Unterstützt wurden sie von 86 Helfern anderer Organisationen im Rettungsdienst sowie von 45 Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks.

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