Rapper Fler sagte im Bushido-Prozess aus. dpa/Zinken

Der Rapper mit dem Rüpel-Image als Zeuge: Fler (39) hatte einen Auftritt im Prozess gegen Clan-Chef Arafat Abou-Chaker (45), einst Manager von Rapper Bushido (43).

Es geht um angebliche Taten zum Nachteil von Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi. Fler begrüßte die vier Angeklagten – neben Clan-Chef Arafat Abou-Chaker drei seiner Brüder – erst einmal wie gute Freunde.

Die beiden Berliner Rapper waren Jugendfreunde. Doch ab 2004 folgte eine jahrelange Fehde – ein Streit, den sie vor allem über Songtexte austragen, in denen sie sich gegenseitig beleidigen. Zwischendurch hatten sie von 2009 bis 2012/13 ein paar freundliche Jahre.

Bushido und sein damaliger Geschäftspartner seien „sehr brüderlich“ gewesen

Der Richter: „Wie war das Verhältnis von Arafat Abou-Chaker und Anis Ferchichi?“ Fler, bürgerlich Patrick Losensky, überlegte nicht lange: „Ein engeres Verhältnis gibt es nicht.“ Bushido und sein damaliger Geschäftspartner seien „sehr brüderlich“ gewesen – „das perfekte Team“.

Doch nun geht es um versuchte schwere Erpressung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung. Als der Musiker nach rund 14 Jahren die Auflösung ihrer Geschäftsbeziehungen verlangt habe, soll der Clan-Boss dies nicht akzeptiert und eine Millionen-Summe verlangt haben – Bushido sei bedroht, mit Stuhl und Wasserflasche beworfen worden.

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Der Richter: „Was sagte Arafat Abou-Chaker über das Verfahren?“ Fler: „Dass es Blödsinn ist, eine Lüge, konstruiert.“ Am Freitag wird Fler wieder im Gericht erwartet – als Angeklagter. Es geht unter anderem um einen mutmaßlichen Angriff gegen ein Fernsehteam.