So eine Blitzer-Säule steht an der Frankfurter Allee, sie spielte verrückt.
So eine Blitzer-Säule steht an der Frankfurter Allee, sie spielte verrückt. dpa/Boris Roessler

Sieht so die künstliche Intelligenz aus, von der gerade alle sprechen? Eine fest installierte Radarfalle in Berlin-Lichtenberg hat ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag sämtliche vorbeifahrenden Autofahrer abgestraft, ob sie zu schnell waren oder nicht.

Vorbeifahrenden fiel am späten Abend auf, dass nicht nur sie selbst, sondern sämtliche Fahrzeuge geblitzt wurden, die an dem berüchtigten Blitzer an der Frankfurter Allee vorbeigekamen. Dabei hatte ihr Tachometer keine Geschwindigkeitsübertretung angezeigt.

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Schließlich erwischte es die Polizei selbst: Auch ein Streifenwagen wurde im Dauerfeuer des Blitzers geknipst. Die Beamten fanden eine spontane Lösung des Problems, an der sich Nichtpolizisten besser kein Beispiel nehmen sollten: Sie verhüllten den Blitzer mit einer Plastiktüte.

Blitzer-Technik spielte nach Kurzschluss verrückt

Am Dienstag klärte sich das Rätsel um das Blitzer-Dauerfeuer auf: Mitarbeitende des Verkehrsdienstes schauten sich die Säule an, und siehe da: Die Technik spielte infolge eines Kurzschlusses verrückt, der vermutlich aufgrund eines Wassereintritts in das Gehäuse verursacht worden war.

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Das betroffene Teil wurde ausgewechselt, der Fehler ist somit behoben. Pflichtgemäß vermeldete die Polizei daraufhin, der „wieder ordnungsgemäße Betrieb des Geräts“ sei anschließend überprüft und sichergestellt worden. Geblitzte Polizisten und andere Verkehrsteilnehmer beruhigt die Behörde und stellt fest, „dass es in der Zeit des Defekts lediglich zum Auslösen des Blitzes kam, jedoch keine Bildaufnahmen gefertigt wurden“. Betroffene müssen also nicht mit Schreiben der Bußgeldstelle rechnen.