Das Sandmännchen und seine Freunde Pittiplatsch, Moppi und Schnatterinchen treffen sich in den neuen Folgen zum ersten Mal.
Das Sandmännchen und seine Freunde Pittiplatsch, Moppi und Schnatterinchen treffen sich in den neuen Folgen zum ersten Mal. Berliner KURIER/Markus Wächter

Schon zu DDR-Zeiten gehörte das Sandmännchen zu den Stars im Fernsehen – und auch heute, Jahrzehnte später, erklingt die berühmte Sandmann-Melodie in vielen deutschen Wohnzimmern Abend für Abend. Aber: Wie wird die beliebte Kinderfigur eigentlich zum Leben erweckt? In einem kleinen Studio in Charlottenburg entstehen gerade fünf neue Folgen von „Unser Sandmännchen“ – sie sollen im Juni ausgestrahlt werden.

Lesen Sie auch: Dieter Bohlen in Klinik eingeliefert – Blitz-Operation! DAS ist der Grund! >>

Die neuen Episoden vom Sandmännchen laufen ab 16. Juni

Die erste der neuen Episoden läuft am 16. Juni – und ist zugleich ein tolles Geschenk für Pittiplatsch. Der kleine Kobold wird einen Tag später stolze 60 Jahre alt. Und darf deshalb auf der Mattscheibe natürlich nicht fehlen. Für das Jubiläum haben die Macher deshalb ein Treffen inszeniert, das es so noch nie gab: Für die neuen Folgen standen Sandmann und Pitti erstmals gemeinsam vor der Kamera – sie dürfen nun ein spannendes Abenteuer erleben.

Lesen Sie dazu jetzt auch: Kennen Sie noch das „Gastmahl des Meeres“? DAS stand in den Kult-Lokalen aus der DDR auf der Speisekarte – die Preise sind irre! >>

Die Story: Das Sandmännchen klettert durch einen Hochseilgarten und fliegt mit der Seilbahn[1]Rutsche durch den Wald. Am Ende der Seilbahn trifft es Pittiplatsch und Schnatterinchen im Puppentheater am Birkenhain. Die beiden sind aufgeregt: Moppi ist verschwunden. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und finden Moppi auf einer Plattform im Hochseilgarten. Der arme Moppi schafft es allein nicht nach unten – also müssen die Freunde helfen.

Tine Kluth ist für die Animationen zuständig, bewegt die Figuren für die neuen Sandmännchen-Folgen Stück für Stück.
Tine Kluth ist für die Animationen zuständig, bewegt die Figuren für die neuen Sandmännchen-Folgen Stück für Stück. Berliner KURIER/Markus Wächter

Für die besondere Folge mussten die Figuren sogar gänzlich neu gebaut werden. Das Problem: Die Puppen von Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi sind eigentlich viel größer. „Das Trio wurde erstmals im Maßstab des Sandmännchens gebaut, so dass sie sich nun auf Augenhöhe begegnen können“, heißt es in einer Mitteilung des RBB. „Mit einer Größe von 20 Zentimetern ist Pittiplatsch um die Hälfte kleiner als in den Abendgrußgeschichten. Das Sandmännchen ist mit seiner Zipfelmütze größer als der freche Kobold und misst 27 Zentimeter.“

Zum Leben erweckt werden die Figuren mit der „Stop-Motion-Technik“

Zum Leben erweckt werden die Figuren mit der „Stop-Motion-Technik“ – das hat sich in all den Jahren nicht geändert. 25 Fotos pro Sekunde werden mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen, für jedes neue Bild werden die Figuren ein Stückchen weiter bewegt. Aneinandergereiht ergibt sich am Ende eine flüssige Bewegung – wie bei einem Daumenkino.

Jetzt auch lesen: Star aus dem DDR-Fernsehen: Das Sandmännchen ist jetzt „öko“! DAS gibt es in den neuen Folgen zu sehen >>

Stefan Schomerus führt bei den neuen Sandmännchen-Episoden Regie.
Stefan Schomerus führt bei den neuen Sandmännchen-Episoden Regie. Berliner KURIER/Markus Wächter

Pro Arbeitstag schaffen die Macher mit dieser Technik etwa 20 Sekunden Filmmaterial. . „Das Prinzip basiert auf den Ursprüngen der Filmproduktion“, sagt Regisseur Stefan Schomerus. Jede der Stoff-Puppenfiguren besteht aus einer Art Drahtskelett. „Das lässt zu, dass man sie in jeder Pose platzieren kann“, so Schomerus. Hände und Füße der Figuren seien aus Silikon.

Jetzt auch lesen: Der schnelle Sonntagskuchen wie in der DDR: Kennen Sie noch LPG-Kuchen? Dieses Rezept ist ein Kracher  - und so schnell gemacht! >>

„Unser Sandmännchen“ wurde am 22. November 1959 erstmals im DDR-Fernsehen ausgestrahlt. Es gab auch einen West-Sandmann - aber er trat erst acht Tage später erstmals auf. Nach der Wende setzte sich das Ost-Sandmännchen durch. Aber: Warum ist die Figur seit Generationen so beliebt? Schomerus sagt, es sei „ein Ritual, was die Eltern gerne an ihre Kinder weitergeben“.

Für Eltern, die damit schon groß geworden seien, sei die allabendliche kurze Sendung eine Art „Qualitätssiegel“. Das belegen auch die Zahlen: Laut RBB schauen jeden Abend über eine Million kleine und größere Menschen die Sendung bei KiKA, im rbb Fernsehen und im MDR-Fernsehen.