Butter günstiger, Mieten teurer: So lässt sich das Preisjahr 2025 in Berlin auf den Punkt bringen. Hier kommt ein Überblick.
Berlin war 2025 ein wenig teurer als 2024
Laut Amt für Statistik stiegen die Verbraucherpreise in Berlin im Jahresdurchschnitt um 2,2 Prozent – mehr als 2024 mit 1,6 Prozent. In Brandenburg lag der Anstieg bei 2,4 Prozent. Zum Jahresende flaute der Druck etwas ab: Im Dezember lagen die Preise in beiden Ländern 2,2 Prozent über Vorjahr, nach 2,5 Prozent in Berlin im November.

Ein Blick in den Berliner Alltag zeigt, wo es zwickt: Nettokaltmieten zogen mit 3,1 Prozent deutlich an – fast dreimal so stark wie in Brandenburg mit 1,1 Prozent. Wer also in der Hauptstadt wohnt, zahlt vor allem fürs Dach über dem Kopf mehr. Gleichzeitig wurde Energie spürbar billiger: –1,1 Prozent in Berlin, –4,7 Prozent in Brandenburg. Das entlastet die Nebenkosten und die Tankquittung.
Berliner Warenkorb im Detail: Butter runter, Kaffee rauf
Auch der Einkaufszettel beruhigte sich. Nahrungsmittel verteuerten sich nur moderat, +1,6 Prozent in Berlin und +1,2 Prozent im Nachbarland. Doch Vorsicht: Rechnet man Nahrungsmittel und Energie heraus, wird klar, wer wirklich treibt – Dienstleistungen, wie der Friseurbesuch. Ohne diese dämpfenden Posten lag die Teuerung bei 2,5 Prozent in Berlin und 3,3 Prozent in Brandenburg.

Am Jahresende gab’s kleine Lichtblicke an der Frischetheke: Butter wurde in Berlin um 29,3 Prozent günstiger, Kartoffeln um 15,3 Prozent, Speisefette und Öle um 18,3 Prozent. Dafür legten Kaffee, Tee und Kakao kräftig zu, in Berlin um 17,3 Prozent. Der Cappuccino kostet also spürbar mehr, die Schrippe mit Butter eher weniger.
Was heißt das für 2026?
Unterm Strich bleibt Berlin eine Stadt, in der Alltag spürbar kostet – aber nicht überall gleich. Und wer mit Blick auf den Jahreswechsel rechnet, sieht: 2025 war kein Preisschock, eher ein zäher Druck mit Berliner Akzenten.
Für Haushalte heißt das: Budget klug nachjustieren. Die großen Treiber bleiben Dienstleistungen und Wohnen – hier lohnt der Vergleich, vom Vertrag bis zum Anbieter. Gleichzeitig könnte die gesunkene Energie helfen, Rücklagen wieder aufzubauen.


