Polizisten befragen die Rettungssanitäter. Morris Pudwell

Sie kamen, um zu helfen: Ein Mitarbeiter eines Rettungsdienstes wurde am Sonnabend bei einem Einsatz in Marienfelde von einem Mann attackiert und verletzt. Die Ehefrau des 50-jährigen Wüterichs hatte die Einsatzkräfte gegen 2.20 Uhr in die Wehnertstraße alarmiert, da dieser bewusstlos im Bett zu liegen schien.

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Nach mehrmaligen Versuchen den Schlafenden wach zu bekommen, soll dieser plötzlich aufgeschreckt und äußerst aggressiv den Helfern gegenüber aufgetreten sein. Mehrmals schlug er in deren Richtung.

Vor dem Haus liegt die zerstörte Absaugpumpe des Rettungsdienstes. Morris Pudwell

Betrunkener greift Sanitäter mit Weinflasche an

Dann soll sich die Situation kurzzeitig wieder beruhigt haben. Da Sofortmaßnahmen nicht erforderlich schienen, verließen die Rettungskräfte die Wohnung. Doch daraufhin rastete der Mann völlig aus, lief den Männern hinterher und griff sie an, wie die Polizei vermeldet. Einen 41-jährigen Rettungssanitäter soll er mit einer Weinflasche in der Hand attackiert und am Hals gepackt haben. Dem Mitarbeiter gelang es, den Angriff mit der Flasche abzuwehren, indem er den Arm des Angreifers festhielt. „Wir haben nur noch versucht aus der Wohnung rauszukommen“, sagte einer der Sanitäter zum KURIER.

Der Wüterich hat 1,7 Promille

Etwas später warf der Tatverdächtige eine noch im Haus befindliche Absaugpumpe des Rettungsdienstes hinaus und beschädigte sie dabei so sehr, „dass der Einsatzwagen aufgrund des fehlenden Einsatzmittels in dieser Nacht keine weiteren Einsätze annehmen konnte“, wie ein Polizeisprecher erklärt.

Alarmierte Einsatzkräfte der Polizei überprüften den 50-Jährigen und stellten einen Atemalkoholwert von rund 1,7 Promille fest. Der 41-jährige Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurde durch den Angriff des Mannes so schwer verletzt, dass er seinen Dienst nicht mehr fortsetzen konnte. Der Alkoholisierte muss sich nun wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf die Sanitäter und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel verantworten.