Wie hier in Rotterdam sollen bald mehr Dächer in Berlin aussehen: begrünt. Imago/Jochen Tack

Über das Klima reden derzeit alle – und die meisten sind sich einig, dass etwas unternommen werden muss, um die Globale Erwärmung zu stoppen. Doch das geht nur, indem der CO2-Ausstoß massiv eingeschränkt wird. Tatsächlich Maßnahmen ergreifen aber nur die wenigsten. Während zahlreiche Unternehmen sich noch immer verhalten, als gäbe es den Klimawandel nicht, sind es vor allem Privatpersonen, die ihr persönliches Leben ändern und Städte und Kommunen, die versuchen entgegenzusteuern. Dazu zählt auch Berlin. In der Hauptstadt sollen Klimaschutz und die Schaffung von Wohnraum nun verknüpft werden!

Berliner Senat ändert die Bauordnung: Mehr Grün aufs Dach!

Der Berliner Senat hat im August einen Entwurf zur Änderung der Bauordnung beschlossen. Eines der Ziele darin: Den „weiterhin hohen Bedarf an Wohnraum“ mit Klimaschutz zusammenzubringen! Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass ab dem 1. Januar 2024 ein Fünftel eines neu zu bebauenden Grundstücks zu begrünen ist.

Wenn das nicht möglich sein sollte, müsse die Begrünung über die Fassade oder das Dach erfolgen. Außerdem seien Dächer mit einer Neigung von bis zu zehn Grad grundsätzlich zu begrünen, heißt es in dem Gesetzesentwurf, der „seinen Teil zur Verbesserung des Stadtklimas und zum Erreichen der Berliner Klimaschutzziele beitragen“ soll. 

Berliner Senat: So wirken sich begrünte Gebäude auf die Stadt aus

Laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen haben begrünte Gebäude nämlich zahlreiche positive Auswirkungen für das Stadtklima und führt neben der Verdunstungskühlung auch eine Entlastung der Abwasserkanäle durch den verzögerten Ablauf von Regenwasser an.

Man arbeite für das Projekt „Baustein Grün“ intensiv mit Hochschulen, Universitäten und verschiedenen Fachpartnern zusammen, um Berlin in diesem Bereich gut aufzustellen. Die Ziele seien vorhandene Vegetation schützen, Freiflächen und Gebäude begrünen, urbane Landwirtschaft, Artenschutz, Biodiversität und biologische Vielfalt fördern.

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In dem Entwurf zur Änderung der Berliner Bauordnung ging es übrigens auch um die Themen Barrierefreiheit und dem nachhaltigen Umgang von Baustoffen. So müssten ab dem 1. Januar 2025 zwei drittel der neugebauten Wohnungen barrierefrei nutzbar sein. Auch die Barrierefreiheit bei Verwaltungs-, Gerichts- und Bürogebäuden wird erweitert.