Rettungskräfte bringen den Verletzten ins Krankenhaus. Morris Pudwell

Wie heißt es doch so schön: „Betrunkene und Kinder schützt der liebe Gott.“ Dieses Glück wurde in der frühen Silvesternacht auch einem jungen Mann zuteil, der auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain verunglückte.

Der Mann betrat aus bisher ungeklärten Gründen das Vordach des bekannten Badehaus Berlin (gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien und der Initiative Musik im Rahmen der Förderung „Neustart Kultur“), eine Eventlocation auf dem RAW-Gelände in der Revaler Straße.

Wenige Meter konnte der Mann sich wohl nur durch Glück fortbewegen, dann passierte es, so Augenzeugen: Der Pechvogel trat in die Mitte einer sogenannten Doppelstegplatte aus Kunststoff. Diese ist nur wenige Millimeter stark, sieht aber von außen aus, wie eine stabile Glasscheibe. Der Mann krachte durch die Platte und schlug knapp 2,5 Meter tiefer hart auf den Boden der überdachten Terrasse auf – mit dem Kopf!

Schädel geröntgt und Blut abgenommen

Zeugen, die auf dem holprigen RAW-Gelände herumspazierten, alarmierten die Berliner Feuerwehr. Kräfte der Berliner Polizei waren zuerst vor Ort und versorgten den Mann, der ansprechbar bereits auf einer Sitzgelegenheit Platz nahm.

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Unbestätigten Informationen nach wurden bei dem Unfall gleich zwei Personen verletzt. Ein zweiter RTW traf auch ein, wurde aber nicht benötigt. Ob diese zweite Person ein Zeuge, Bekannter oder vom Herabstürzenden auf der Terrasse getroffen wurde, ist noch unklar.

Der Pechvogel im Glück wurde auf einer Trage in einen RTW und anschließend in ein Krankenhaus verbracht. Dort wird erstmal der Schädel geröntgt und Blut abgenommen.

Polizei ermittelt zum Unfallhergang

Ganz nüchtern schien den Beamten der Abgestürzte jedenfalls nicht gewesen zu sein. Wie der Mann überhaupt auf das Vordach kommen konnte, ermittelt nun die Berliner Polizei.

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Der Verunglückte wird vermutlich im Laufe des Tages aus dem Krankenhaus entlassen und turnt dann hoffentlich nicht weiter über den Dächern Berlins rum.