Unterricht mit Maske: Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz. dpa/Matthias Balk

Steigende Inzidenzen, Delta-Variante und zu niedrige Impfquoten: Corona ist auch im Sommer nicht aus dem Schulalltag verschwunden. Die Hoffnung, die Maskenpflicht werde an Berlins Schulen auslaufen, hat sich nicht erfüllt. Für Schülerinnen und Schüler gilt sie weiter. Das teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus mit. Die Regelung gilt zunächst bis zum 3. Oktober. Das sei zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter nötig. Das Tragen einer medizinischen Maske helfe, die Inzidenz konstant zu halten, sagte Scheeres. Die Entscheidung sei ihr gerade mit Blick auf die Grundschulen schwer gefallen, so die Senatorin. „Es ist im Moment aber noch der richtige Weg.“ Die Maskenpflicht gilt auch für das Schulpersonal.

Maskenpflicht an Schulen wird in den Bundesländern uneinheitlich gehandhabt

Der Hygienebeirat, der sich für die Beibehaltung ausgesprochen habe, werde das Thema bei seiner nächsten Sitzung am 20. September noch einmal beraten, kündigte Scheeres an. Dabei sollen auch Expertinnen und Experten gehört werden, darunter Kinderärzte und Psychologen. Scheeres räumte ein, dass die Maskenpflicht bundesweit unterschiedlich gehandhabt werde. Allerdings seien auch die Inzidenzwerte in den Bundesländern unterschiedlich.

So hatte Baden-Württemberg die Maskenpflicht an Schulen bei niedrigen Inzidenzen im Sommer vorübergehend ausgesetzt. Rheinland-Pfalz war dem Beispiel gefolgt. In beiden Bundesländern sind die Inzidenzen jedoch zwischenzeitlich wieder stark gestiegen, sodass die Regelung nicht greift. In anderen Bundesländern wurde die Maskenpflicht während des Unterrichts ausgesetzt, so in Sachsen-Anhalt und Bremen.