Ein missbrauchtes Kind sitzt weinend auf dem Boden (Symbolfoto).
Ein missbrauchtes Kind sitzt weinend auf dem Boden (Symbolfoto). istockphoto

Er bot sich an, als seine Schwester oder andere Mütter Hilfe brauchten. Kinder vertrauten ihm. Und erlebten einen Albtraum.

Sex-Täter Steffen M. (59) aus Wedding drehte sein Gesicht zur Wand, als er nun das Urteil hörte: Zehn Jahre Gefängnis und anschließende Sicherungsverwahrung. Der Richter: „Schuldig des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 128 Fällen.“

An eines der Opfer soll er 20.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Jahrelang machte er laut Anklage Kinder zu Opfern – um das Schicksal von vier Jungen ging es im Prozess. Für Taten zwischen Mai 1999 und September 2021 wurde M. verurteilt.

Der Richter: „Bei der Anzahl handelt es sich um das absolute Minimum.“ Einen Teil der Vorwürfe hatte M. gestanden. Sechs bis 14 Jahre alt seien die Opfer gewesen – „routiniert ist er vorgegangen und wartete längere Zeit ab, bis eine emotionale Bindung entstanden war“.

M. habe sich in Familien geschlichen, die Schwierigkeiten bei der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder hatten – „bei ihm hat sich ein Muster eingeschliffen“. Bis er die Vaterrolle hatte.

Kinderschänder erschlich sich das Vertrauen einer achtfachen Mutter

Auch seine Schwester erkannte seine böse Seite zu spät. Knapp sieben Jahre alt war ihr Junge, als sich M. als Helfer in der Not anbot – angeblich ganz uneigennützig. Nach einiger Zeit aber machte er Paul (Namen der Kinder geändert) zum Opfer. Über Jahre hinweg.

Dann soll er sich ins Vertrauen einer achtfachen Mutter geschlichen, sich viel um die Kinder gekümmert haben. Gerade sechs Jahre alt war Florian, als seine Seele zerbrach.

Der Richter: „Er kommt mit dem Konflikt nicht klar, dass eine Person, die ihm so nahe stand, so etwas Schlimmes gemacht hat.“ Sicherungsverwahrung, obwohl M. nicht vorbestraft ist. Also keine Entlassung nach verbüßter Strafe. Weil er aus Sicht des Gerichts ein gefährlicher Triebtäter ist.

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Der Richter: „Er hat den Hang aufgrund einer pädophilen Störung. Es gibt keine Garantie dafür, dass eine Therapie erfolgreich sein wird.“