Hier warten die deutsche Reiseopfer der Corona-Krise am Flughafen. Fotos: privat

Lichtblick im Reise-Drama von Shirley S.(23) und Vanessa T. (22): Nachdem der KURIER über die beiden Berlinerin- nen berichtete, die in Marrakesch wegen der Corona-Krise festsitzen, stand Donnerstag fest, dass die Mädchen
mit einer Sondermaschine nach Deutschland geflogen werden sollen. Nach der KURIER-Berichterstattung meldeten sich die beiden verzweifelten Berlinerinnen mit positiven Neuigkeiten: Sie hätten Hilfe von der Botschaft bekommen und sollen endlich zurück nach Deutschland geflogen werden. „Wir sind am Flughafen angekommen. Wir sitzen hier bestimmt mit 700 weiteren Leuten und warten und warten“, schrieb Shirley S. dem KURIER per WhatsApp.

Die Redaktion hat sich auf Wunsch der beiden Betroffenen dazu entschlossen, ihre Namen ab sofort abzukürzen und ihre Gesichter auf den Bilder zu anonymisieren, da Shirley S. und Vanessa T. nach eigenen Angaben nach der Veröffentlichung im KURIER im Internet beschimpft worden sein sollen.  Wann die beiden Berlinerinnen in Berlin landen, steht allerdings noch immer nicht fest. Die beiden jungen Frauen sprachen von einem „chaotischen Flughafen“, an dem sie bereits seit Donnerstagmorgen 9.30 Uhr warteten. Das Problem: Außer ihnen müssen hun- derte von deutschen Urlaubern zurück in die Heimat gebracht werden.

Wie der KURIER berichtete, sitzen die beiden Urlauberinnen seit der Grenzschließung zur EU am Dienstag früh in
Marrakesch fest. Seitdem werden sie wie Hunderte andere Reisende, die ebenfalls nicht wieder aus Marokko nach Deutschland zurückkommen, von einem Team der Botschaft betreut. In einer letzten Nachricht an den KURIER kurz vor Redaktionsschluss teilte Shirley S. mit, dass die ersten beiden Maschinen bereits voll seien und heute und morgen laut Botschaftsmitarbeitern weitere Maschinen geschickt werden sollten. Wie viele Stunden sie noch am Flughafen in Marrakesch ausharren müssen, wissen sie nicht. Nur so viel: „Wir sind ziemlich froh, wenn wir noch nach Deutschland kommen.“