Sie sind glücklich und erleichtert: Familie Bartsch aus Mitte sitzt im Flieger zurück nach Hause. Foto: Familie Bartsch

Mitte Sie konnten ihrem Urlaubsgefängnis entkommen: Familie Bartsch aus Mitte, die während der Corona-Krise auf Bali mit einem Baby und einem Vorschulkind fest saß, konnte die Insel vor zwei Tagen überraschend verlassen und ist wieder wohlbehalten in Berlin gelandet.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir wieder in Berlin sein können“, sagt Mutter Sandy Bartsch (36) dem KURIER. Ihr Hilferuf vor vier Tagen im KURIER wurde erhört. Sie, ihr Partner Felix Göllner (36) und ihre beiden Kinder Filip (4) und Benedict (9 Monate), konnten wenige Stunden nach Veröffentlichung dem Urlaubsgefängnis unter Palmen entkommen.

Auf Bali wurde Familie Bartsch von der Corona-Krise überrascht. Foto: Familie Bartsch

„Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, als wir Freitagmorgen ganz plötzlich eine Mail vom Auswärtigen Amt erhielten, dass wir schon am Abend mit einer Maschine von Qatar Airways nach Frankfurt geflogen werden“, so Bartsch. Sie hätten in Windeseile gepackt und seien vom Hotel zum Flughafen gefahren.

Die Familie war im November 2019 zu einer Rundreise während des Erziehungsurlaubs der Eltern durch Südostasien aufgebrochen. Auf Bali seien sie dann von der Corona-Krise überrascht worden und hätten die Insel nicht mehr verlassen können. Das Problem: Die Reisenden sollten ein negatives Corona-Testergebnis nachweisen, um ausreisen zu dürfen. Doch keine Klinik habe sie testen können. Obwohl sie bereits den Rückflug gebucht und bezahlt hatten, ging die Maschine ohne sie heraus.

Das Auswärtige Amt, das sich auf eine KURIER-Anfrage nicht öffentlich äußern wollte, half ihnen schließlich zurück zu kommen. Vom Flughafen Frankfurt ging es nach der Landung mit der Bahn nach Berlin. „Die Rückreise war hervorragend organisiert. Selbstverständlich übernehmen wir die Kosten für alles selbst“, so die Mutter. Noch müssten sie sich vom Jetlag erholen und danach um ihre Jobs kümmern. Die Eltern arbeiten in der Musikbranche, der Vater freiberuflich, die Mutter angestellt.

„Wir sind von der Krise auch existenziell überrascht worden und müssen jetzt erst einmal schauen, wie es bei der momentanen Auftragslage für uns weiter geht“, sagt Sandy Bartsch.Vor vier Tagen berichtete der KURIER über die Familie, die auf Bali fest saß. Sie sitzen erleichtert in der Maschine: Familie Bartsch konnte mit ihren beiden Kindern die Insel verlassen.