Berlin: Ein Schüler hält bei einem Probelauf mit Corona-Schnelltests an der Grundschule in der Köllnischen Heide in Berlin-Neukölln seinen negativen Test in die Kamera.  dpa

Testen, testen testen, kaum eine andere gesellschaftliche Gruppe in der Stadt ist so gut getestet, wie die Kohorte der Schulkinder. Nach anfänglichem Protest hat sich das Testen in den Klassen, welches je nach Bedarf drei oder auch fünf Mal in der Woche stattfindet, längst eingespielt. Das Procedere, mit dem man zumindest den Überblick über das Infektionsgeschehen behält, soll weiter fortgesetzt werden. 

Dreimal Testen ab Januar auch für Kitakinder 

Berlins Schulen, Kitas und Jugendhilfe-Einrichtungen sollen daher weitere gut 30 Millionen Corona-Schnelltests bekommen. Dafür hat der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am Mittwoch bis zu 65 Millionen freigegeben, wie die Senatsverwaltung für Bildung mitteilte. Damit soll gesichert werden, dass ausreichend Corona-Tests zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie des Personals bis zu den Osterferien zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch Lolli-Schnelltests für Kinder in Kindertageseinrichtungen, die ab Mitte Januar in den Kitas bereitgestellt werden. Dann sollen sich auch Kitakinder wie Schülerinnen und Schüler dreimal die Woche testen lassen.

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„Mit der Bestellung, die wir nun auslösen, werden wir auch in Zukunft genug Tests für Berlin zur Verfügung haben“, sagte die scheidende Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). In kaum einer Einrichtung in Berlin werde so intensiv getestet wie an Schulen. „Wir wollen an unserer bewährten Teststrategie weiter festhalten, zudem soll flankierend eine Testpflicht in Kitas eingeführt werden.“

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Berlin hat nach Angaben der Bildungsverwaltung in 2020 bisher Schnelltests im Wert von rund 102 Millionen Euro für Schulen und Kitas beschafft beziehungsweise bestellt. Davon wurden laut Bildungsverwaltung 9,9 Millionen Euro kurzfristig als außerplanmäßige Ausgabe zur Verfügung gestellt. Denn seit November werde an den Berliner Schulen dreimal - statt zuvor zweimal - wöchentlich getestet. Die Kitas seien verpflichtet, den Sorgeberechtigten zwei selbsttestfähige Schnelltests pro Woche auszuhändigen.

Impfungen an den Schulen starten schrittweise 

Die zweite Baustelle in Schulen in der Corona-Pandemie sind angekündigte Impfungen an den Schulen. Schon ab dem 15 Dezember soll es eigentlich losgehen. Nach einem Bericht das rbb aber ist noch unklar, an welchen Standorten die Impfungen erfolgen sollen. Zwar seien alle Bezirke gebeten worden, drei bis vier geeignete Standorte zu benennen. Bildungs- und Gesundheitsverwaltung wollen nach rbb-Informationen offenbar aber erst mal nur mit acht besonders geeigneten Schulen an den Start gehen und dann gegebenenfalls ausweiten.

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Das Problem ist, genügend große Flächen zum Aufbau der Impfinfrastruktur zu finden. Turnhallen sollen dabei nicht genutzt werden ,damit nicht wieder Sportunterricht ausfallen muss.  Für viele Bezirke seien dies  Kriterien, die sie kaum erfüllen können, so der rbb- Bericht. 

Offen ist derzeit auch, wer überhaupt die Impfungen an den Grundschulen durchführen soll, Das Rote Kreuz ist im Gespräch, hat aber eine Woche vor dem geplanten Start noch keinen offizielle Auftrag vom Senat. 

Zum Stichtag 3. Dezember war keine der Berliner Schulen nach dem geltenden Stufenplan gelb oder rot eingestuft. Die Inzidenzen unter den 5- bis 9-Jährigen lagen nach den letzten verfügbaren Daten in der 48. Kalenderwoche bei 775 und bei den 10-14-Jährigen bei 834.2.