In den Bahnen gilt 3G und Maskenpflicht. Immer wieder halten sich Passagiere in Berlin nicht daran, trotz massiv gestiegener Inzidenzen. dpa/Annette Riedl

Wer mit offenen Augen durch die Berliner Bezirke geht, kommt zu dem Schluss: In manchen Kiezen werden Corona-Maßnahmen bewusst ignoriert. Während die meisten Berliner sich konsequent an Maskenpflicht und Abstand halten, pfeifen einige U-Bahn-Reisende, Friseurbesucher oder Bar-Mitarbeiter auf jede Vorkehrung. Deshalb hat die Polizei Berlin jetzt mit rund 170 Einsatzkräften schwerpunktmäßig unter anderem die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.

Rund 1000 Menschen in Bars, Lokalen, Friseursalons und im öffentlichen Nahverkehr wurden am Freitag sowie in der Nacht zu Sonnabend überprüft, teilte die Polizei mit. Kontrolliert wurde vor allem in Neukölln und Friedrichshain. Die Bezirke Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg führen derzeit die Inzidenzen der Stadt mit schwindelerregenden Werten von jeweils über 800 an. Gleichzeitig sind es die Bezirke, in denen oft auf die Einhaltung der Corona-Regeln nicht geachtet wird.

Allein am späten Abend 47 Ermittlungsverfahren wegen Corona-Verstößen

Und so kam es, wie es kommen musste: Allein am späten Abend seien 47 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil die Kontrollierten keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen hätten.

Es seien zudem Verstöße gegen die Gewerbeordnung sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt worden, hieß es. Am Freitag stießen die Beamten bei Kontrollen in den U-Bahn-Linien U8 und U7 auf mehr als 30 Fahrgäste ohne Maske.