Ein Intensivpfleger arbeitet auf einer Intensivstation Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Der Berliner Intensivmediziner Jörg Weimann hat vor allzu frühen Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen gewarnt. In einem Interview mit dem rbb schaute der Chefarzt für interdisziplinäre Intensivmedizin am Berliner Sankt-Gertrauden-Krankenhaus mit Sorge auf die Corona-Mutationen, die sich längst auch in Berlin vervielfachen.

Auch wenn sich die Situation in den Berliner Intensivstationen zuletzt deutlich entspannt habe, weil die Lockdown-Maßnahmen wirken würden, sei man immer noch mit zu fast 25 Prozent mit Corona-Patienten belegt. Die Covid-19-Patienten kämen zu den Patienten dazu, die man sowieso zu betreuen habe. Die Teams in den Krankenhäusern seien „pandemie-müde“. Man sehe aber trotzdem jeden Tag vor Ort, was es bedeuten würde, wenn man lockern würde.

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Weimann warnte davor, dass sich die Mutante B.1.1.7 hierzulande so ausbreite wie in England, Portugal oder Irland. Dann gehe alles wieder von vorne los. Das könne den Gesundheitsbereich auch wieder an seine Grenzen bringen, so der Mediziner.

Weimann wies in dem Interview zudem auf die Arbeitsbedingungen von Pflegern hin. „Ich sehe dazu keine nachhaltige Strategie“, sagte Weimann.