Nur wenige Eltern können derzeit die Notbetreuung in den Kitas in Anspruch nehmen (Symbolbild). Foto: Uwe Anspach/dpa

Die jüngsten Beschlüsse zu Konsequenzen für Kitas aus der Corona-Pandemie stoßen bei Eltern auf Widerstand. Der Landeselternausschuss Kindertagesstätten Berlin (Leak) bezeichnete die Rückkehr zur Notbetreuung in den Einrichtungen als nicht tragbar. Es würden Instrumente aus der Anfangszeit der Pandemie angewendet, ohne diese an die tatsächlichen Gegebenheiten, zu denen auch Testmöglichkeiten zählten, anzupassen, hieß es am Sonntag erneut von Seiten des Leak.

Eine Schließung von Kitas sei nicht begründbar. „Vielmehr handelt es sich um eine willkürliche Maßnahme zur Reduzierung der allgemeinen Inzidenz, bei der der Einfachheit halber auf die Gruppe zurückgegriffen wird, die ihre Interessen selbst nicht nach außen vertreten kann“, hieß es.

Wegen der dritten Corona-Welle hatte der Senat am Donnerstag beschlossen, Kitas sollten von Dienstag an wieder in den Notbetrieb und damit nur noch eingeschränkte Betreuung anbieten. Formal werden die Kitas wieder geschlossen. Eine Notbetreuung sollen sie für Kinder aus Familien, die dringend darauf angewiesen sind und in denen mindestens ein Elternteil in einem besonders wichtigen, sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet, anbieten.

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Auch Alleinerziehende, die keine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren können, und Eltern, bei deren Kindern aus besonderen pädagogischen Gründen eine Betreuung erforderlich ist, sollen das Angebot in Anspruch nehmen können. Eine ähnliche Regelung gab es schon einmal, bis die Kinderbetreuung im März wieder hochgefahren wurde.