Stühle stehen in einer Schule nach Unterrichtsende auf den Tischen.  Foto: Caroline Seidel/dpa

Berlin verschiebt seinen ursprünglich für den Montag geplanten Schulstart nun doch. Das erfuhr die Berliner Zeitung aus Koalitionskreisen. Die genauere Entwicklung der Infektionszahlen in den kommenden beiden Wochen solle zunächst abgewartet werden, hieß es zur Begründung.

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Den Schulleitungen soll es freigestellt werden, ob sie die Schüler der oberen Jahrgänge der Stufen 10,12 und 13 ab der kommenden Woche zum Präsenzunterricht holen oder nicht. Die Grundschüler der ersten bis dritten Klassen sollen zudem nicht wie geplant am 18. Januar, sondern frühestens zum 25. Januar in die Klassen zurückkehren.

An den Plänen, die Schulen ab dem 11. Januar wieder schrittweise zu öffnen, hatte es heftige Kritik gegeben. Viele Schüler, Eltern und Lehrer hatten sich gewehrt. Die fünf Gymnasien des Bezirks Neukölln hatten per Eilantrag an die Bildungsverwaltung verlangt, angesichts des Corona-Lockdowns und der Infektionsgefahren das Lernen von zu Hause zu verlängern.

Wie der rbb berichtet, hatte Bildungssenatorin Scheeres diesen Antrag zunächst abgelehnt. 

Eine Schulleiterin aus Treptow-Köpenick hatte dem rbb mitgeteilt, dass sie ihre Schule am Montag auf keinen Fall öffnen werde. Auch die Berliner CDU hatte die Pläne kritisiert. „Wir alle wünschen uns eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität im Bildungsbereich. Das Infektionsgeschehen gibt das aber derzeit noch nicht her“, sagte der CDU-Vorsitzende Kai Wegner.

Auch Linke-Bildungspolitikerin Regina Kittler hatte gefordert, die Entscheidung zur raschen Schulöffnung zurückzunehmen.