Immer weniger Menschen tragen in Berlins Nahverkehr Masken. Noch gilt die Pflicht dazu, doch diese soll bald auslaufen.
Immer weniger Menschen tragen in Berlins Nahverkehr Masken. Noch gilt die Pflicht dazu, doch diese soll bald auslaufen. Imago/Emmanuele Contini

Wer mit offenen Augen den Berliner Nahverkehr nutzt, dürfte unsicher sein: Gilt hier wirklich noch die Maskenpflicht, oder hat die BVG vergessen, die Hinweisschilder zu entfernen. Denn der Anteil derer, die in Bus und Bahn Maske tragen, wird immer geringer. Mangels ausreichender Kontrollen scheinen ohnehin wohl nur noch diejenigen eine Maske zu tragen, die dies aus Überzeugung tun. Was längst schon Realität bei BVG und S-Bahn ist, soll nun auch rechtlich festgeschrieben werden: Berlin und Brandenburg planen ein Ende der Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr.

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Brandenburg und Berlin wollen Masken

Das Brandenburger Kabinett habe am Dienstag vereinbart, die Corona-Verordnung voraussichtlich am kommenden Dienstag (10. Januar) zu verlängern und darin ein Datum für das Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr festzulegen, erklärte Regierungssprecher Florian Engels am Dienstag in Potsdam der Nachrichtenagentur dpa. „Dieses Datum sollte, wie von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mehrfach gefordert, mit möglichst vielen Ländern abgestimmt sein.“

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Es habe demnach bereits Gespräche mit der Senatskanzlei in Berlin gegeben. Mitte Februar werde als Stichtag präferiert. Weitere Absprachen mit den Nachbarländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Niedersachsen werden folgen. Sachsen-Anhalt hat die Maskenpflicht bereits abgeschafft. 

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Berlins Senatssprecherin Lisa Frerichs bestätigte die Vorgespräche mit Brandenburg. Geplant sei, die geltende Infektionsschutzverordnung zunächst bis Mitte Februar zu verlängern, danach aber nicht mehr. Der Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit, Hans-Christoph Keller, erklärte, der Senat werde am 10. Januar „über ein geordnetes Auslaufen der Maskenpflicht im ÖPNV zu Mitte Februar in enger Abstimmung mit Brandenburg beraten“. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hatte sich in der Vergangenheit für eine möglichst bundesweit einheitliche Lösung und eine Abstimmung mit Brandenburg ausgesprochen.

Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gibt es noch

Bundesweit sind Corona-Masken bis zum 7. April für Fahrgäste im öffentlichen Fernverkehr und Besucher von Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Arztpraxen vorgeschrieben. Die Regeln könnten aber auch früher gekippt werden. Durch die Aussage des renommierten Charité-Virologen Christian Drosten, dass die Pandemie vorbei sei, kam zwischen den Feiertagen Bewegung in die Diskussion über die restlichen noch laufenden Corona-Maßnahmen.

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In drei Bundesländern ist die Maske schon nicht mehr Pflicht im öffentlichen Nahverkehr: in Bayern, Sachsen-Anhalt und auch in Schleswig-Holstein.