Dana Bode (24) von den Wasserbetrieben machte die Fontänen auf dem Ernst-Reuter-Platz flott. Volkmar Otto

Da nicht, und dort auch nicht: Der „Brunnen der Völkerfreundschaft“ auf dem Alex und der „Wasserklops“ auf dem Breitscheidplatz bleiben vorerst trocken. Sonst aber rinnt, sprüht und plätschert es jetzt wieder fast überall in der Stadt.

Der Märchenbrunnen lädt wieder zum Verweilen Volkmar Otto

Vorher war viel Arbeit: Allein bei den Fontänen auf dem Ernst-Reuter-Platz, wo der offizielle Anstell-Akt vollzogen wurde, war die Mechatronikerin Dana Bode (24) mit sechs Kollegen der Berliner Wasserbetriebe (BWB) tätig, um Düsen zu prüfen, die Elektrik zu checken, sauber zu machen und Wasser einzulassen.

Stadtrat Oliver Schruoffeneger, Umweltsenatorin Bettina Jarasch und BWB-Chef Frank Bruckmann drückten den Startknopf auf dem Ernst-Reuter-Platz. Volkmar Otto

162 Brunnen, darunter neun Planschen, haben die  BWB einsatzbereit gemacht, schalten sie bis Ende Mai ein, die meisten in Friedrichshain-Kreuzberg (56).

Die BWB  betreuen die Wasserspiele in acht der zwölf Bezirke, sind verantwortlich für Kontrolle, Wartung, Reinigung und Wintersicherung. 20 weitere Anlagen seien noch zu reparaturbedürftig oder befinden sich innerhalb von Baustellen, so dass sie nicht in Betrieb gehen.

Zu ihnen zählt der Wasserklops. Dessen Technik muss  erneuert werden, das erledigt Charlottenburg-Wilmersdorf. Für derlei Investitionen bei Brunnen unter BWB-Betreuung ist jeweils der Bezirk verantwortlich.

Privatfirma sponsort Brunnen in mehreren Bezirken

In Mitte, Pankow und Reinickendorf ist die Werbefirma Ströer für den Betrieb verantwortlich.

Selfie mit Meergott: Neptun ist wieder in seinem Element. Volkmar Otto

In Mitte beispielsweise sind es 38 Brunnen unter Ströer-Betreuung, darunter der Neptunbrunnen. Der Brunnen der Völkerfreundschaft kann die Menschen auf dem Alex in diesem Jahr aber nicht erfreuen. Seine Technik ist in Ordnung, aber die Kacheln müssten erneuert werden, teilte der Bezirk mit.  Jedoch stehen weder Zeit- noch Kostenrahmen bislang fest.

2020 plätscherte der Brunnen auf dem Alex noch. imago/POP-EYE/Christian Behring

2017 hatte der Senat verfügt, dass alle Bezirke die Betreuung ihrer Brunnen an die BWB übergeben müssen, wenn ihre Ströer-Verträge auslaufen. In Mitte wäre das 2023 oder 2028, wenn eine Verlängerungsoption gezogen wird.  Marzahn-Hellersdorf und Reinickendorf sind 2026 dran.

Neukölln fehlt das Geld für Brunnen-Reparaturen

Neukölln hat den Vertrag mit den BWB noch nicht unterschrieben. Kurz und knapp teilt der Bezirk mit: Fünf Brunnen schalten wir an, sechs sind zu kaputt oder es ist viel zu teuer, sie zu reparieren.

Seit 21. März bis zum 21. April werden 187 Trinkbrunnen eingeschaltet.