Eine Tram in Berlin imago/Seidler (Symbolbild)

Ein Taxi ist Zeugen zufolge am Freitagabend in Berlin-Mitte von einer Straßenbahn gerammt worden. Der 33-jährige Taxifahrer rief nach dem Zusammenstoß auf der Gontardstraße die Polizei. Er sagte aus, er sei mit seinem Toyota-Taxi von der Karl-Liebknecht-Straße auf die Gontardstraße abgebogen und habe dort in Höhe einer Ausfahrt angehalten, um seine Fahrgäste aussteigen zu lassen. In dem Moment näherte sich eine Tram, deren 57-jähriger Fahrer nicht an dem Toyota vorbeifahren konnte. Er verließ den Triebwagen, es entbrannte ein Streitgespräch. Im Anschluss setzte sich der Tram-Fahrer wieder in den Führerstand der Tram.

Als der Taxifahrer den Weg wieder freigeben und vor der Tram wenden wollte, soll der Straßenbahnführer beschleunigt, das Taxi gerammt und mehrere Meter bis in die Tramhaltestelle hinein vor sich hergeschoben haben. Hierdurch wurden auch ein Fußgängerschutzgitter und die Haltestellensäule beschädigt. Der 33-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Alarmierte Rettungskräfte brachten beide Fahrer zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Tramverkehr blieb bis gegen 23.45 Uhr unterbrochen. Der 57-Jährige muss sich im Rahmen eines Strafermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten.