Schauspieler Ulrich Matthes gehört zu Berlins Schwimmpaten und freut sich sicher wieder auf die neue Freibadsaison. Markus Wächter

Auch wenn das erste Mai-Wochenende in Berlin trübere Aussichten verspricht, die Temperaturen kriechen so langsam in die Höhe. Damit steigen auch die Wassertemperaturen und es steigt die Lust, ins Wasser zu steigen. Bis zum Sommer vergehen zwar noch einige Wochen. Die Freibadsaison startet aber schon jetzt – und zwar ohne die Corona-Einschränkungen der vergangenen Jahre. Wer den Sprung ins kalte Wasser wagt, sollte ein paar Tipps beherzigen.

Zum Saisonstart müssen sich Wasserratten auf Freibad ohne Corona-Regeln einstellen. Und weil Betreiber vielerorts Energie sparen wollen: auf weniger stark beheiztes Beckenwasser. So lässt es sich dennoch entspannt anbaden.

1. Nicht zu lange im Wasser bleiben

Mit einem Sprung ins kühle Nass anzubaden, ist keine gute Idee. Besser: sich Schritt für Schritt hineinwagen. Um das Herz-Kreislauf-System nicht zu belasten, sollte der Körper langsam an die Wassertemperatur gewöhnt werden.

Wer Unterkühlungen vermeiden will, sollte zudem nicht zu lange schwimmen. Als Faustregel gilt: Die Wassertemperatur entspricht den Minuten, die man im Wasser bleiben kann. Darauf weist Thomas Huber, Vorsitzender der Bayerischen Wasserwacht, hin. Aber Vorsicht: Das Risiko, beim Schwimmen einen Wadenkrampf zu bekommen, ist in kaltem Wasser höher.

Übrigens: nach dem Schwimmen direkt abtrocken, um nicht auszukühlen. Wer frisch aus dem Becken unter die Dusche springt, sollte die Temperatur langsam nach oben drehen. Das schont den Kreislauf.

2. Badesaison nicht ohne Sonnenschutz starten

Wasseroberflächen reflektieren UV-Strahlung. Deshalb ist selbst bei bewölktem Himmel die Sonnenbrandgefahr beim Schwimmen hoch, etwa auf Schultern oder Nase. Christoph Liebich, Hautarzt aus München, rät, großzügig Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 aufzutragen. Und mindestens alle zwei Stunden sowie nach dem Schwimmen nachzucremen. Das gilt auch bei wasserfesten Sonnencremes. Denn beim Abtrocknen wird der Schutz abgerubbelt.

3. Auch freiwillig Abstand halten

Strikte Corona-Regeln in Freibädern fallen zum Saisonstart weg. Schützen kann man sich dennoch. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät hier etwa: ausreichend Abstand halten. Gut zu wissen: Über das Wasser wird das Virus nicht übertragen. In Schwimmbecken vernichtet Chlor zudem viele Keime.

In allen Berliner Freibädern wird gerade die Sommersaison vorbereitet, erklären die Bäderbetriebe. Die genauen Termine der Öffnungen sollten Ende April mitgeteilt werden. Bereits Karfreitag startete der Verkauf der Sommermehrfachkarten. Besucher können mit diesem Ticket 20 Mal die Freibäder besuchen.

Diese Freibäder haben ihren Öffnungstermin bereits bekannt gegeben: Sommerbad Humboldthain (ab 2.5.2022), Sommerbad Am Insulaner (ab 2.5.2022), Kombibad Gropiusstadt (ab 7.5.2022), Sommerbad Neukölln (ab 7.5.2022), Kombibad Seestraße (ab 14.5.2022), Strandbad Tegeler See (ab 15.5.2022). Das Strandbad Wannsee ist geöffnet.

Die verpachteten Freibäder starten mehrheitlich am 30. April/1. Mai in die Saison. Tickets können ab sofort online über den Ticketshop der Sommerbäder erworben werden.

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