Auf der Frankfurter Alle in Richtung Alexanderplatz ist wenig nur Verkehr zu beobachten. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Berlin - Die Metropole Berlin zeigt sich in Zeiten der Corona-Krise von einer ganz neuen Seite. Wo sonst Menschenmassen über die Plätze eilen, Paare in Cafés flirten und das Leben nur so pulsiert, herrscht plötzlich gähnende Leere. Am Alex, am Potsdamer Platz, am Kollwitzplatz: Berliner und Touristen sind aus den Kulissen der Stadt weitgehend verschwunden. 

Wer Montagmorgen mal eine Runde durch die City drehte, suchte nahezu vergeblich nach dem üblichen Berufsverkehr. Auch am Sonntag schon waren belebte Orte wie der Mercedes-Benz-Platz fast ausgestorben. 

Zwangspause verordnet

Die große Leere breitet sich nicht nur in der Innenstadt aus. Auch in den Randbezirken bleiben viele Menschen aus Angst vor Ansteckung zu Hause. Viele Einrichtungen bekamen von den Behörden eine Zwangspause verordnet. 

Die U-Bahn am Alexanderplatz in Berlin-Mite  bleibt leer.
Foto: Tobias Schwarz/AFP

In Hellersdorf etwa nutzt das Fitnesscenter Elixia Vitalclub an der Heidenauer Straße die Zeit für ein vorgezogenes Großreinemachen. Im großen Pool wurde der Stöpsel gezogen, auch die Sauna soll eine Schönheits-OP bekommen. „Wir renovieren jetzt, was wir sonst erst im Sommer erledigt hätten“, sagt Studio-Mitarbeiter Michael. Er steht im  leeren Pool und wischt das verbliebene Wasser am Boden auf. 

Viele Berliner haben sich jetzt in ihre Gärten zurückgezogen. Mit gutem Grund: Solange man keinem zu nahe kommt, ist frische Luft auch weiterhin gesund. Mitarbeit: Thomas Uhlemann