Immer mehr Stromer in Berlin - die Sorge wächst, dass der Bau von Ladestationen hinterher hinkt. Foto: imago-images/Frank Sorge

Die Zurückhaltung der Berliner und Brandenburger gegenüber „alternativ“ angetriebenen Kraftfahrzeugen scheint sich zu verflüchtigen. Gegen den coronabedingten Trend stieg ihre Zahl bei den Neuzulassungen im abgelaufenen Jahr 2020 deutlich, vermeldete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 

Im Jahr 2019 waren in Berlin 2588 Elektroautos zugelassen worden, in Brandenburg 889. Die Zahl schoss 2020 in Berlin auf 4951 hoch, in Brandenburg auf 3392. 

Ähnlich sah es bei den Hybridfahrzeugen aus: In Berlin verdoppelte sich die Zahl der Neuzulassungen nahezu von 7850 auf 14.762, in Brandenburg waren es mit 9813 statt 4061 mehr als doppelt so viele.

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Trotz drastischer Rückgänge um 43 Prozent in Berlin auf 31.286 beziehungsweise knapp 30 Prozent in Brandenburg (30.459) machten „Benziner“ die größte Gruppe der Neuzulassungen aus. Die Diesel brachen prozentual geringer ein, allerdings von niedrigerem Niveau. In Berlin entschieden sich noch etwas über 14.600 Käufer für einen Selbstzünder (minus 32,5 Prozent), in Brandenburg  knapp 13.900 (minus 15,9 Prozent).

Nahezu bedeutungslos sind mittlerweile dagegen Fahrzeuge mit Flüssig- (LPG) oder Erdgas-Antrieb (CNG).

Insgesamt wurden 2020 in Berlin knapp 87.700 Autos, Lkw, Busse und Motorräder zugelassen, ein Fünftel weniger als 2019. In Brandenburg war der Rückgang mit 8,5 Prozent auf fast 77.150 deutlich geringer.