Der Raser-Golf landete auf der Seite, die parkenden Autos wurden demoliert. Pudwell

Riesen-Knall gegen Mitternacht in Berlin-Baumschulenweg: Wer sich um die Zeit schon schlafengelegt hatte, war hellwach. Anwohner riefen Polizei und Feuerwehr, vor ihren Fenster ein Bild der Verwüstung: Ein VW Golf liegt auf der Seite, quer auf der Fahrbahn. Mehrere parkende Pkw demoliert. Zwei Leute, die zuvor aus dem Wrack geklettert waren, schreien lautstark und wild gestikulierend einen Fotoreporter an, der das Geschehen ablichten will.

Golf hebt ab und knallt in geparkte Fahrzeuge, Insassen steigen ungerührt aus

Was war passiert? Gegen 23.40 Uhr verlor der Fahrer des 180 PS starken VW Golf 7 GTD auf Höhe der Südostalleebrücke, Richtung Neukölln offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Polizei rekonstruierte später, dass der Golf beim Überfahren der Südostalleebrücke wohl kurzfristig abgehoben sein und kurz darauf wieder aufgesetzt haben muss. Dabei kam das Fahrzeug rechts von der Fahrbahn ab und knallte mit hoher Geschwindigkeit in mehrere am Straßenrand geparkte Pkw. Diese wurden zum Teil erheblich demoliert.

Bei dem Crash landete der Golf auf der Seite. Die beiden Insassen stiegen aus und schauten sich das Ergebnis der Raserfahrt ungerührt an. Statt die Polizei zu rufen, wollten die beiden Brüder den Schaden mit dem ADAC klären. Anwohner verständigten Feuerwehr und Polizei.

Wut-Raser geht auf Fotoreporter los, Polizei schreitet ein

Bevor diese eintrafen, war der KURIER-Fotoreporter vor Ort und zog die Wut des Rasers auf sich. Als der Mann den Reporter verbieten wollte, die Unfallszene zu fotografieren, schritt die Polizei ein und setzte die Rechte des Fotojournalisten durch.

Rettungskräfte untersuchten die beiden Insassen, die trotz des schweren Unfalls unverletzt blieben. Feuerwehrleute richteten den Golf mit ihren eigenen Händen wieder auf den Boden auf. Der ist allerdings nicht mehr fahrtüchtig: Totalschaden. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden.