Negativer Corona-Test – es sieht nicht schlecht aus in Berlin angesichts der aktuellen Infektionszahlen. dpa/Christoph Soeder

In Berlin gibt es die Aussicht auf weiter sinkende Infektionszahlen. „Es könnte sein, dass wir den Scheitelpunkt der Omikron-Welle in Berlin erreicht oder gar schon überschritten haben“, sagte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Dienstag nach der Sitzung des Senats. Hinweise darauf gebe es bei den aktuellen Labordaten.

„Wir sehen zum Beispiel, dass die PCR-Kapazitäten in Berlin derzeit ausreichend sind und auch nur zu 78,1 Prozent ausgelastet. Das hatten wir vor zwei Wochen noch ganz anders“, sagte Gote. Es sei deutlich zu sehen, dass auch die Zahl der positiven PCR-Tests rückläufig sei. „Das könnte man als Hinweis deuten, dass wir tatsächlich über den Scheitel hinausgegangen sind.“

Daten noch mit Vorsicht zu genießen

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) äußerte sich ähnlich zur Pandemieentwicklung: Es könne sein, dass Berlin am höchsten Punkt der Infektionszahlen angekommen sei und sich auf ein Absinken der Zahlen zu bewege.

Gote wies indes darauf hin, dass der Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz nach wie vor nur bedingt zu trauen sei. Der zuletzt gesunkene Wert zeige kein verlässliches Bild. „Wir wissen, dass viele Fälle nicht eingearbeitet sind bei den Gesundheitsämtern“, sagte Gote. Das gelte für eine fünfstellige Zahl. Derzeit gebe es nur von fünf der Berliner Gesundheitsämter tagesaktuelle Meldedaten. „Deshalb bitte die Zahl mit Vorsicht genießen.“

Gote sagte, dass zudem der Wert beim Hospitalisierungsindex in der letzten Woche um 5 Prozentpunkte auf 25,2 deutlich angestiegen sei. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion binnen einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Diese Situation sei nicht unbedenklich, warnte die Gesundheitssenatorin. Nach wie vor müssten nicht unbedingt notwendige Operationen verschoben werden. Bei der Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten sei das Niveau mit 17,5 Prozent dagegen etwa gleich geblieben. Derzeit seien es etwa 200 Patienten, sagte Gote.