Blick in ein Krankenzimmer auf einer Corona-Intensivstation (Symboldbild). Foto: dpa/Keystone/Laurent Gillieron

Noch nie zuvor sind in der Hauptstadt so viele Menschen binnen 24 Stunden an oder mit dem Coronavirus gestorben: In Berlin ist am Donnerstag ein Höchststand von 15 Todesfällen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Berlin liegt nun bei 287. Dies geht aus dem aktuellen Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervor.

Bundesweit sind zudem erstmals mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 619.089 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 6.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 166 auf insgesamt 11.096. Das RKI schätzt, dass rund 402.500 Menschen inzwischen genesen sind.

Zehn Infizierte stecken acht weitere Menschen an

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,81). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Um in eine offiziell als kontrollierbar geltende Lage zu kommen, müsste die Reproduktionszahl längere Zeit deutlich unter 1 liegen, bei 0,7 oder noch niedriger.

Das RKI gibt auch ein sogenanntes Sieben-Tage-R an, das das Geschehen von vor acht bis 16 Tagen zeigt. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen von Donnerstag liegt er bei 0,93, also ebenfalls leicht unter 1.