Polizeikontrolle in Cottbus. Als siebter Landkreis überschreitet die Brandenburger Stadt seit drei Tagen den Grenzwert von 750 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Nun gilt auch dort eine nächtliche Ausgangssperre. dpa/Frank Hammerschmidt

Die Corona-Inzidenzen in der Region schießen in immer neue Höhen. Zur Eindämmung der Pandemie hat Brandenburg drastische Maßnahmen beschlossen. Dazu gehört eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte in Landkreisen, die drei Tage hintereinander eine Inzidenz von 750 Neuinfektionen pro 100.000 überschreiten.

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Bereits seit Donnerstag gilt die Ausgangssperre für Ungeimpfte in den südlichen Landkreisen Dahme Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. In allen vier Landkreisen ist die Inzidenz inzwischen vierstellig. Inzwischen sind auch die Landkreise Teltow Fläming und Frankfurt/Oder hinzugekommen. Und in der Nacht zu Montag dürfte Cottbus nachfolgen. Dort wurde der Wert von 750 bereits zum dritten Mal in Folge überschritten. Am Sonntag zeigte der Lagebericht eine Inzidenz von 920 an. 

Corona-Inzidenzen in Brandenburg deutlich höher als in Berlin

Diese Werte liegen deutlich über denen sämtlicher Berliner Bezirke. Den höchsten Wert in Berlin weist derzeit Schöneberg-Tempelhof mit 433, den niedrigsten Marzahn-Hellersdorf mit 222 auf.

Die nächtliche Ausgangssperre bedeutet für die Menschen in den betroffenen Landkreisen, dass die Wohnung zwischen 22 und 6 Uhr nur in bestimmten Ausnahmefällen verlassen werden kann. Dazu zählen der Weg zur Arbeit und medizinische Notfälle. Festivals bleiben untersagt, Diskotheken und Clubs geschlossen.