Die Tesla-Baustelle in Grünheide östlich von Berlin. Neben der Autofabrik soll noch eine Batteriefertigung entstehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der US-Elektroautobauer Tesla darf vorzeitig damit beginnen, den Bau einer Batteriefabrik bei Grünheide vorzubereiten. Sie soll  unmittelbar neben der im Bau befindlichen Autofabrik entstehen. Tesla sei ein vorläufiger Maßnahmenbeginn   gestattet worden, teilte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Donnerstag mit. Das gelte auch für weitere Unternehmen, die zu einem europaweiten Großprojekt der Batteriezellfertigung gehörten.  

Das Ministerium habe am 10. Dezember das zweite europäische Großprojekt zur Batteriezellfertigung bei der Europäischen Kommission eingereicht. Dazu gehörten knapp 50 Unternehmen in zwölf EU-Staaten, darunter elf Unternehmen aus Deutschland. Dabei geht es um Anträge zur Genehmigung von Beihilfen.

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Die vorbereitenden Arbeiten dürften beginnen, ohne dass die spätere Chance auf Bundesförderung verlorengehe, obwohl die Beihilfen noch nicht genehmigt seien. Das sei aber unabhängig von einer Baugenehmigung oder umweltrechtlichen Genehmigung. Dafür sei das Bundeswirtschaftsministerium nicht zuständig.

Tesla baut in Grünheide eine Elektroautofabrik. Die Produktion soll im Juli beginnen. Tesla-Chef Elon Musk hatte im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt, dass in Grünheide auch die weltgrößte Batteriefabrik entstehen soll. Für die Autofabrik fehlt bisher die umweltrechtliche Genehmigung, Tesla baut mit vorzeitigen Zulassungen. Am 16. Januar hatte das Unternehmen nach langer Verzögerung eine Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro hinterlegt, die das Land Brandenburg für den Fall verlangt hatte, dass alles wieder abgerissen werden muss.