Vom deutschen Zoll sichergestellte Schmuggelzigaretten Foto: Carmen Jaspersen dpa/lni

Vor dem Berliner Landgericht müssen sich von Mittwoch an sieben Angeklagte verantworten, die als Bande tonnenweise bereits beschlagnahmte Zigaretten und Wasserpfeifentabak gestohlen haben sollen. Ihnen wird zur Last gelegt, mit einem Einbruch in das Lager des Berliner Hauptzollamtes einen Schaden von rund zwei Millionen Euro verursacht zu haben.

Den Angeklagten im Alter zwischen 23 und 47 Jahren werden schwerer Bandendiebstahl und Steuerhehlerei zur Last gelegt. Mehrere Bandenmitglieder sollen im Januar dieses Jahres in die Asservatenstelle des Amtes in Berlin-Hohenschönhausen eingebrochen sein und dort Waren mit einem Gesamtgewicht von 12 Tonnen entwendet haben. Darunter waren laut Anklage mindestens 5,2 Millionen Zigaretten und 8 Tonnen Wasserpfeifentabak.

Lesen Sie auch: Einbrecher bohren Loch in Keller von Zollamt: 6,5 Millionen Euro Beute

Das Diebesgut sei mit Lastwagen abtransportiert und zum Teil auf einem nahen Industriegelände zwischengelagert worden. Ermittler hatten laut Gericht einen Scheinankauf für den Tabak initiiert. Dabei sei die Ladung dann erneut beschlagnahmt worden. Auch wenn nicht alle Angeklagten bei dem Einbruchsdiebstahl beziehungsweise dem nachfolgenden Scheingeschäft involviert gewesen seien, hätten sie in der Gruppe wichtige Funktionen gehabt, hieß es. Sie sollen etwa Tatfahrzeuge und Zwischenlager angemietet oder das Scheingeschäft abgesichert haben.

Der Prozess ist zunächst bis Mitte März terminiert.