Diese Eco-Toiletten sollen von nun an die Bedürfnisse am Kotti bedienen.
Diese Eco-Toiletten sollen von nun an die Bedürfnisse am Kotti bedienen. Twitter/Clara Herrmann

Das Kottbusser Tor, kurz Kotti, gehört zu den problembelasteten Orten Berlins. Drogenhandel, Unrat auf Straßen und Gehwegen, Dauer-Stau: Hier will man nicht gerne verweilen. Einige müssen es dennoch, weil sie hier arbeiten – Polizei in Dauer-Präsenz, Verkaufsstände und Imbisse ohne Toiletten. Es besteht also Bedarf an öffentlichen Toiletten, aber auch das altbekannte Problem, dass solche Einrichtungen in der Hauptstadt schnell zur Zielscheibe von Vandalismus und zweckentfremdet werden – etwa zum Konsumieren von Betäubungsmitteln.

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Viele Herausforderungen, über die sich der Berliner Szenebezirk Friedrichshain-Kreuzberg lange Gedanken machte, um schließlich seine Vorstellung von einer zeitgemäßen öffentlichen Toilette zu präsentieren.

Kostenfrei nutzbare Unisex-Ökotoilette mit „Missoir und Pissoir“

Seit einem Jahr regiert die Grünen-Bürgermeisterin Cara Herrmann den Bezirk, sie hat das Projekt von ihrer ebenfalls grünen Vorgängerin Monika Herrmann (nicht verwandt) geerbt. Voller Enthusiasmus verkündet sie nun die Ergebnisse der Abort-Planungen.

„Bääm, da ist das Ding“, die kostenfrei nutzbare Unisex-Ökotoilette mit „Missoir und Pissoir“. Die entgeisterten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. User fühlen sich an einen Donnerbalken in Novosibirk erinnert und fragen sich, was an der Toilette fünf Jahre Planungszeit und rund 50.000 Euro Planungskosten rechtfertigen soll.

User hält Toiletten-Idee für gut, „aber ob der Ort dafür bereit ist?“

Während sich viele User über den Entwurf lustig machen, begründet eine Kommentatorin ihre negative Meinung explizit damit, dass weibliche Bedürfnisse nicht berücksichtigt worden seien: „Frauensicherheit nicht berücksichtigt, unhygienisch, hässlich, noch nicht einmal ein Gehweg davor.“

Ein anderer Twitter-User hält die Idee zwar für gut, „aber ob der Ort dafür bereit ist? Dort würde zuerst eine enge Betreuung der Drogenabhängigen benötigt – das würde auch die Millionen teure Kotti-Wache überflüssig machen“.