Jake Sully (Sam Worthington) und Neytiri (Zoe Saldana) in einer Szene von „Avatar: The Way of Water“.
Jake Sully (Sam Worthington) und Neytiri (Zoe Saldana) in einer Szene von „Avatar: The Way of Water“. AP/20th Century Fox

Blauer Teppich vor dem Zoo-Palast Berlin, blaue Helden auf der Leinwand. Das Kinospektakel des ausklingenden Jahres, „Avatar: The Way of Water“, erlebte am Montagabend seine Deutschlandpremiere.

Der Film ist die Fortsetzung von „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ (2009), des erfolgreichsten Kinofilms aller Zeiten – je nachdem, wie man rechnet. Ob der zweite Teil ebenfalls ein Kassenknaller wird, muss man sehen. Teil eins spielte drei Milliarden US-Dollar ein! Teil zwei startet diese Woche weltweit.

Sehenswert ist das 3D-Spektakel „Avatar: The Way of Water“ in jedem Fall. Der mehr als drei Stunden dauernde Science-Fiction-Film kommt – zuletzt auch coronabedingt – acht Jahre später in die Kinos als geplant. „Titanic“-Regisseur James Cameron soll um die 250 Millionen US-Dollar für die Produktion verballert haben. Sein eigener Kommentar dazu lautete: „scheißteuer!“ Nun, das Produktionsstudio erwartet, dass mindestens zwei Milliarden US-Dollar eingespielt werden. Der Druck ist also entsprechend hoch.

„Avatar“-Darstellerin Sigourney Weaver bei der US-Premiere von „Avatar: The Way of Water“ am Montag in Los Angeles. Sie schickte Videogrüße nach Berlin.
„Avatar“-Darstellerin Sigourney Weaver bei der US-Premiere von „Avatar: The Way of Water“ am Montag in Los Angeles. Sie schickte Videogrüße nach Berlin. AFP/Brown

Trotz der hohen Produktionskosten: Zumindest für die Zuschauer hat es sich bereits gelohnt. Dieses Mal geht es um die ganz großen Themen wie Familienbande, Verlust der geliebten Heimat, um Umwelt- und Naturschutz, um den Kampf gegen die Feinde eines natürlichen Friedens. Die Waldvölker (Jake Sully und Neytiri mit ihren Kindern – ja, sie haben jetzt wirklich welche!) vereinen sich mit den Riff-Völkern und nehmen diesen Kampf tapfer auf. 

Zu viel verraten werden soll hier nicht, aber am Schluss von „Avatar: The Way of Water“ wiederholt Regisseur James Cameron das furiose Untergangsfinale aus seinem Blockbuster „Titanic“ (1997). Auch mit anderen Szenen schlägt er eine Brücke zu seinen früheren Werken wie „Terminator“ (1984) und „Aliens – Die Rückkehr“ (1986).

„Avatar: The Way of Water“ kostete 250 Millionen US-Dollar

Der temporeiche 3D-Film hat hohe Schauwerte – mit detailreichen Landschaftspanoramen, atemberaubenden Flugeinlagen und sehenswerten Actionszenen. In Deutschland dürfen Kinder ab zwölf Jahre „Avatar: The Way of Water“ sehen, die US-Amerikaner sind etwas strenger. Hier werden Eltern gewarnt, dass einige Inhalte nicht für Kinder unter 13 Jahren geeignet sein könnten (PG-13  – „parents strongly cautioned“). 

Berlin: Die Schauspielerinnen Simone Thomalla (l.) und Annika Ernst kommen zur Deutschlandpremiere von „Avatar: The Way of Water“. 
Berlin: Die Schauspielerinnen Simone Thomalla (l.) und Annika Ernst kommen zur Deutschlandpremiere von „Avatar: The Way of Water“.  AFP/Schwarz

Zoe Saldana, sie spielt die Neytiri, singt übrigens das Lied „Song Chord“ von  Filmkomponist Simon Franglen und sorgt auf diese Weise für schöne Momente und große Gefühle.

Gedreht wurde ab September 2017 zunächst in Manhattan Beach in Kalifornien, in Los Angeles und in Neuseeland. Rund 14 Monate später verkündete James Cameron, dass die Dreharbeiten mit der Hauptbesetzung abgeschlossen seien.

Eigentlich sollte „Avatar“ eine Trilogie werden. Jetzt aber heißt es, dass es sogar fünf Teile geben könnte – jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus.

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Zur Deutschlandpremiere gab es Küsschen für die Fans unter anderem von Premierengast Simone Thomalla. Mit dabei waren auch die Schauspielerkollegen Ken Duken, Tom Wlaschiha und Moderatorin Dunja Hayali.

Die „Avatar“-Darsteller Sigourney Weaver und Sam Worthington schickten Videogrüße nach Berlin. Sie konnten nicht kommen, denn am gleichen Tag lief in Los Angeles die US-Premiere, wo der gesamte Cast aufmarschierte.