CSD Berlin 2023

CSD Berlin 2023: Alle Informationen zur Route, dem Ablauf und mehr

Auch dieses Jahr steht der CSD an und markiert wohl eine der buntesten Demonstrationen Berlins. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte.

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Der CSD ist jedes Jahr bunt und vor allem gut besucht. (Archivfoto)
Der CSD ist jedes Jahr bunt und vor allem gut besucht. (Archivfoto)www.imago-images.de

Der Christopher Street Day, kurz CSD, ist einer der größten Demonstrationszüge und zugleich das wohl bunteste Straßenfest Berlins. Er steht unter anderem für mehr Sichtbarkeit, Akzeptanz und Inklusion der queeren Community. Dazu ziehen viele verschiedene Trucks durch die Stadt, die die demonstrierende Menge mit Musik und Redebeiträgen begleiten. Letztes Jahr nahmen über 350.000 Menschen teil; auch in diesem Jahr wird ein großer Andrang erwartet. Der Veranstalter rechnet mit einer halben Millionen Teilnehmenden. Große Teile der Innenstatt werden gesperrt sein.

CSD Berlin 2023: Das Wichtigste auf einen Blick

Datum: 22. Juli 2023

Wann? ab 12:00 Uhr, Ende gegen Mitternacht

Wo? Start an der Leipziger Straße/ Ecke Spittelmarkt in 10117 Berlin (Mitte)

Die Route des Christopher Street Day 2023

Der Demonstrationszug startet an der Leipziger Straße/Ecke Spittelmarkt in Richtung Bundesrat und Potsdamer Platz. Von dort geht es über die Bülowstraße zum Nollendorfplatz. Anschließend bewegt sich die Menge über den Lützowplatz, die Klingelhöferstraße und die Hofjägerallee zur Siegessäule. Über die Straße des 17. Juni gelangen die Demonstrierenden schließlich in die Endzone am Brandenburger Tor. Die ersten Trucks werden dort gegen 16:30 Uhr erwartet.

CSD Berlin 2023: Der Ablauf und Forderungen

Die diesjährige Demonstration findet unter dem Motto „Be their voice – and ours! …für mehr Empathie und Solidarität“ statt. Dazu werden insgesamt 75 Trucks innerhalb der Parade fahren, die Musik spielen und Plattformen für verschiedenste Redebeiträge bieten.
Das Finale der Veranstaltung findet am Brandenburger Tor statt, wo auf der Bühne weitere Redebeiträge und Auftritte verschiedener Künstlerinnen und Künstler folgen. So soll beispielsweise die Band Tokio Hotel auftreten.

Wer danach noch weiterfeiern möchte, kann sich eine der Veranstaltungen in den Berliner Clubs ansehen. Hier finden einige Afterpartys statt, auf denen bis in die frühen Morgenstunden getanzt werden kann.

Im Jahr 2022 wartete der CSD mit 98 Trucks auf, was ihn europaweit zur größten Demonstration seit den Hoch-Zeiten der Loveparade, heute neu aufgelegt als Rave The Planet, machte. In diesem Jahr wurde die Anzahl der Trucks begrenzt, um die CO2-Bilanz zu verbessern, die Logistik zu vereinfachen und für mehr Sicherheit zu sorgen.

Der CSD setzt sich allgemein für ein verstärktes Miteinander ein, um eine plurale Gesellschaft aufzubauen und zu festigen – und das sowohl innerhalb der LGBTQAI+-Community als auch außerhalb. Forderungen sind unter anderem mehr Schutz für queere Menschen, die Reduzierung von Gewalt und Diskriminierung, mehr Bildung und Aufklärung, mehr Sichtbarkeit verschiedener Sexualitäten und Lebens- bzw. Liebesformen, geschlechtliche Selbstbestimmung, Förderung von Inklusion und Integration und vieles mehr. Alle detaillierten Forderungen können hier nachgelesen werden.

Woher kommt der Name Christopher Street Day?

27. Juni 1969, Christopher Street, New York: Sexuelle Minderheiten lehnen sich gegen herrschende Polizeiwillkür auf. Es kommt zu tagelangen Straßenschlachten.
Zehn Jahre später findet 1979 in Berlin zum ersten Mal der Christopher Street Day statt, der an die Vorfälle erinnern soll. Damals nahmen rund 450 Menschen teil – 2023 werden über 450.000 erwartet.