Attila Hildmann wird bei der Demonstration festgenommen. Foto: Eric Richard

Der Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann ist am Sonnabend bei einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen erneut festgenommen worden. Das wurde vor Ort von der Polizei bestätigt. Mit dabei hatte Hildmann seinen Husky Akira, den er 2018 aus dem Tierheim holte. Hildmann sei jedoch nicht in Polizeigewahrsam gekommen, bestätigte ein Sprecher am Samstagabend. Er ist also wieder auf freiem Fuß.

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Angemeldet war die Demonstration, die am Mittag am Adenauerplatz startete, unter dem Titel „Schweigemarsch gegen Rassismus und für unsere Menschenrechte“. Vom Anmelder angekündigt waren laut Polizei 20.000 Teilnehmer. Ziel sollte am Nachmittag der Große Stern sein.

Die Teilnehmer des Marsches hielten Abstand zueinander und trugen größtenteils Mund-Nasen-Schutz, als sie den Kurfürstendamm entlangliefen. Es gab zunächst keine politischen Bekundungen. Teilnehmer waren im Online-Aufruf zur Demo dazu angehalten worden, Schilder, Banner, Fahnen und Kleidung mit Parolen und Symbolen zu Hause zu lassen. Im ersten Block wolle man „möglichst ausschließlich Frauen laufen lassen“, hieß es.

Attila Hildmann mit Husky Akira, abgeführt von Polizisten. Foto: Eric Richard

„Wir sind ein bunter Mix verschiedener Menschen, welche fernab von allen politischen Ausrichtungen, Ethnien oder Einkommensverhältnissen, mit der Politisierung des Coronavirus und der daraus erfolgten Einschränkung unserer Menschenrechte nicht einverstanden sind“, hieß es im Aufruf. Dieser wurde zum Beispiel auch im Telegram-Kanal Attila Hildmanns geteilt, der sich selbst als „ultrarechts“ und einen Verschwörungsprediger bezeichnet.

Die Teilnehmer an der Spitze des Zuges trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Wir müssen reden!“. Nach Angaben auf der Website des Marsches wird Gesprächsbedarf zum Beispiel in Hinblick darauf gesehen, „dass die Pandemie von nationaler Tragweite beendet wird – ohne Impfstoff!“. Es reiche mit „permanenten Angstkampagnen“. Gegen 15 Uhr wurde die Demonstration vom Veranstalter aufgelöst.

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Seit dem Frühjahr hatte es mehrfach sogenannte Hygienedemonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin gegeben. Bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte eine Demo mit Zehntausenden Teilnehmern Ende August. Darunter waren auch größere Gruppen von Reichsbürgern, zudem auch einige kleinere Gruppen von deutlich erkennbaren Rechtsextremisten und Neonazis. 300 bis 400 Demonstranten überwanden damals Absperrgitter am Reichstagsgebäude. Sie stürmten die Treppe hoch und bauten sich triumphierend vor dem Besuchereingang auf.