Der Campus Benjamin-Franklin in Berlin. dpa

Eisstadien, die schließen müssen, Sicherheitsdienste, die aufrüsten. Der zunehmende Pandemie-Krawall führt zu immer mehr Einschränkungen im täglichen Leben. Die Berliner Charité verstärkt wegen steigender Angriffszahlen und Ausraster in ihren Kliniken jetzt sogar ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Wachschützer vor den Türen, Sicherung der Rettungsstelle, totale Patienten-Kontrolle: Die Charité hat im Benjamin-Franklin-Klinikum aufgerüstet und ihre Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren. Das berichtet die BZ. Hintergrund seien 258 Einsätze, zu denen die Polizei in diesem Jahr ausrücken musste. 

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Von Januar bis heute gab es unter anderem sieben Körperverletzungen, sechs Bedrohungen, drei Anzeigen wegen Beleidigung , vier wegen Hausfriedensbruchs und 45 wegen Diebstahls, so das Blatt.

Einlasskontrollen zur Durchsetzung der Corona-Regeln

Damit setzt sich ein Trend fort, der mittlerweile auch die Behörden beschäftigt. Die Stimmung in der Bevölkerung wird zunehmend gereizt, das dürfte sich mit den jetzt noch einmal verschärften Corona-Maßnahmen in Berlin verstetigen.

Das Eisstadion Neukölln, was aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich schließen musste, ist mittlerweile zwar wieder geöffnet, aber nur unter scharfer Bewachung. Der Grund für die vorübergehende Schließung waren verbale und körperliche Angriffe auf das Eisstadion-Personal bei Einlasskontrollen zur Durchsetzung der Corona-Regeln.

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Sportstadträtin Karin Korte hatte erklärt: „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen und Eisstadion-Besucher:innen steht bei mir an erster Stelle. Ich finde es bedauerlich, dass das Verhalten von einzelnen Besucher:innen dazu führt, dass das sportliche Freizeitangebot des Eisstadions nun abgesichert werden muss.“

Morddrohungen gegen Mitglieder der Impfkommission

Jetzt kann im Stadion wieder Schlittschuh gefahren werden – aber nur mit Security-Personal.

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Die Charité und das Eisstadion Neukölln dürften wohl nicht die einzigen Orte in Berlin bleiben, die Stress mit Besuchern haben. Und auch in anderen Bundesländern gibt es Probleme. So hat die Landesärztekammer Sachsen aggressives Verhalten gegen medizinisches Personal in der Corona-Krise scharf verurteilt. Genaue Zahlen dazu gebe es nicht. Ärztinnen und Ärzte seien aber vor allem Beleidigungen und Drohungen bis hin zu Gewaltandrohungen ausgesetzt. So habe es Morddrohungen gegen Mitglieder der Sächsischen Impfkommission und Sachbeschädigungen an Arztpraxen gegeben, die sich am Impfen beteiligen. Auch Ärzte, die in Schulen impfen, seien beschimpft worden.