Eisblumen haben sich in einer frostigen Nacht auf der Frontscheibe eines Autos gebildet. Foto: dpa/Jan Woitas

Im hohen Norden braut sich derzeit Einiges zusammen, das unser Osterwetter in Turbulenzen bringen wird. Über Russland liegt ein massives Tiefdruckgebiet, über den britischen Inseln ein gewaltiges Hoch. Dazwischen strömt eisige Arktisluft zu uns. Davon merken wir am Karsonnabend noch wenig: Außer im Osten Brandenburgs bleibt es zunächst trocken, und die Höchstwerte erreichen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) immerhin bis zu elf Grad. Richtung Oder und Neiße kann es bei Regenschauern und einzelnen Windböen bis zu 60 km/h ungemütlich werden.

Jetzt auch lesen: Verschärfte Ausgangsbeschränkungen – Bundesregierung plant den nächsten Lockdown >>>

In der Nacht zu Ostersonntag fallen die Temperaturen tief in den Keller. Bodennah erwartet der DWD winterliche Tiefstwerte von bis zu minus zehn Grad! Örtlich kann Nebel mit Reifbildung aufziehen, dabei wird es stellenweise auch spiegelglatt. Nach heiterem Tagesbeginn ziehen am mittags Quellwolken auf. Trotzdem bleibt es bei Höchstwerten von elf Grad laut DWD meist trocken. Niederschläge erwarten die Meteorologen nur für die Prignitz. Die Nacht wird mit Tiefstwerten bis zu ein Grad nicht mehr ganz so eisig, aber stellenweise ist wieder mit Bodenfrost zu rechnen.  

Schwere Sturmböen mit anhaltenden Schneefällen

Richtig turbulent wird es ab Ostermontag: Viele Wolken hängen am Himmel, es regnet. Von der Prignitz her ziehen Schauer heran, die teils in Schnee übergehen. Dabei sind sogar einzelne Gewitter mit Graupel nicht ausgeschlossen! Bei Höchstwerten zwischen fünf und neun Grad bleibt der Schnee aber nicht liegen. Vor allem in Schauer- und Gewitternähe drohen Sturmböen. Außerhalb unserer Region könnten sich dramatische Szenen abspielen, denn an der Nordsee und im höheren Bergland rechnet der DWD mit schweren Sturmböen, in den Alpen mit länger andauernden Schneefällen.

Die Nacht zu Dienstag bringt auch in Berlin und Brandenburg einzelne Schneeschauer. Bei Bodenfrost von bis zu minus fünf Grad drohen glatte Straßen. Ungemütlich geht es auch am Dienstag weiter: Es kommt zu Schneeregen- und Schneeschauern, auch einzelne Graupelgewitter sind möglich! Die Höchstwerte erreichen bei böigem Wind gerade einmal sieben Grad, nachts rauschen die Werte wieder unter den Gefrierpunkt. Bei Bodenfrost bis minus sechs Grad drohen die Straßen wieder glatt zu werden.

Der Wettertrend lässt kaum Hoffnung aufkeimen, dass der Frühling so bald wieder zurückkehrt. Frühestens am folgenden Wochenende könnten die Temperaturen wieder kräftig ansteigen, aber selbst das ist aus heutiger Sicht noch nicht ausgemacht.