Das DDR-Museum befindet sich im Gebäudekomplex Dom Aquaree. Das Wasser aus dem geborstenen Aquarium hat sich bis ins dritte UG seinen Weg gebahnt. 
Das DDR-Museum befindet sich im Gebäudekomplex Dom Aquaree. Das Wasser aus dem geborstenen Aquarium hat sich bis ins dritte UG seinen Weg gebahnt.  camcop media / Andreas Klug

Als Gordon Godin, der Geschäftsführer des DDR-Museums, am Freitagmorgen von der Reinigungskraft angerufen wird, die um sechs Uhr in der Frühe ihren Dienst beginnen soll, ahnt er noch nichts vom Ausmaß der Katastrophe, die ihn vor Ort erwarten wird. 

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Das DDR-Museum befindet sich im Untergeschoss des Quartiers DomAquaree, die Räume liegen unterhalb des Straßenniveaus. Am Morgen hat die Feuerwehr das Gebiet um die Unglücksstelle im Hotel Radisson bereits weiträumig abgesperrt. Dort war gegen halb sechs Uhr in der Frühe das riesige Aquarium geborsten. Die Reinigungskraft darf das Gebäude nicht betreten. 

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Wassermassen aus dem AquaDom: 30 Prozent Ausstellungsfläche im DDR-Museum sind betroffen 

Als Gordon Godin das Museum im Beisein der Feuerwehr inspiziert, wird ein erstes Ausmaß des Schadens deutlich. Die unvorstellbaren Wassermassen aus dem Aquarium oberhalb haben sich in dem Gebäude bis in das dritte Untergeschoss ihren Weg gebahnt. Im DDR-Museum befinden sich Ausstellungsflächen auch unterhalb des Hotels.

„Noch immer läuft Wasser nach“, sagt Gordon Godin. 30 Prozent der Ausstellungsflächen sind zerstört. Godin rechnet damit, dass das DDR-Museum bis Ende Februar geschlossen bleiben muss. 

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Auf der betroffenen Fläche sei eine original eingerichtete DDR-Wohnung zu sehen gewesen. Der ganze hintere Teil des Museums, welcher zum Hotel hin liegt sei beschädigt. Rigips-Wände kommen von den Decken, notdürftig haben Mitarbeiter damit begonnen, Ausstellungsstücke zu sichern. Planen werden angebracht, die verhindern sollen, dass das Wasser weiteren Schaden anrichtet.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass Statiker die Schließung von Gebäudeteilen anordnen, befürchtet der Geschäftsführer des DDR-Museums. Dann wird es noch schwerer, mit Bautrocknern und Lüftern die Räume im Museum wieder herzurichten.