Als gäbe es kein Corona: Hunderte ballen sich bei bestem Frühlingswetter am Dienstagnachmittag auf dem Tempelhofer Feld. Foto: Imago / A. Friedrichs

Hunderte Menschen wollten am Dienstagabend aufgrund des schönen Frühlingswetters nicht das Tempelhofer Feld in Berlin verlassen. Als Polizisten eine Gruppe aufgefordert habe, das Gelände zu verlassen, seien zwei Beamte angegriffen worden, hieß es am Mittwoch von der Behörde.

Der Sicherheitsdienst hatte gegen 21 Uhr die Beamten alarmiert, weil sich noch immer rund 1000 Menschen auf dem Gelände aufhielten, wie die Polizei mitteilte. Um 19 Uhr werden die Pforten rund um das Tempelhofer Feld für Besucher geschlossen. Doch an dem Abend seien zu viele Menschen einfach dort geblieben, hieß es.

Hunderte Menschen auf Tempelhofer Feld: Polizei ahndet Corona-Verstöße

Die Wachleute hatten nach eigenen Angaben mehrere Gruppen aufgefordert, zu gehen. Als die alarmierten Polizisten kurz darauf eintrafen, hätten sich noch ungefähr 350 Menschen auf dem Gelände festgestellt. Als die Einsatzkräfte eine fünfköpfige Gruppe zum Verlassen des Parks aufforderte, habe eine 37-Jährige eine Polizistin geschubst. Ein 30-Jähriger aus derselben Gruppe habe einem Beamten gegen den Oberkörper gestoßen. Die beiden Verdächtigen sollen sich zudem erheblich gegen ihre Festnahmen gewehrt haben. Da beide betrunken wirkten, wurde ihnen Blut abgenommen.

Die Polizisten leiteten an dem Abend insgesamt 21 Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs ein. Zudem wurden fünf Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz gefertigt.