Der Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz - ein anonymer Anrufer drohte, mit einem Auto auf das Gelände rasen.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Alexanderplatz - ein anonymer Anrufer drohte, mit einem Auto auf das Gelände rasen. Sabine Gudath

Großalarm auf dem Alexanderplatz: Am Sonntagabend rückte Polizei an, um den dortigen Weihnachtsmarkt zu schützen. Grund war ein anonymer Anruf, der beim Polizeinotruf einging. Dort drohte jemand damit, mit einem Pkw in den Weihnachtsmarkt am Alex zu rasen.

Laut Berichten der B.Z. waren schwerbewaffnete Polizisten rings um den Platz erschienen, sperrten weiträumig die Zufahrten zu dem Gelände ab. Die anonyme Drohung, die gegen 18.30 Uhr in der Polizei-Notrufzentrale einging, bestätigte später die Polizei auf Twitter.

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„Aufgrund eines telefonischen Hinweises haben wir unsere Sicherheitsmaßnahmen rund um den Alexanderplatz vorübergehend erhöht, was auch an Verkehrsmaßnahmen und sichtbarer Präsenz von Einsatzkräften erkennbar ist. Wir gehen dem Hinweis nach“, hieß es dort.

Erinnerungen an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt unter der Gedächtniskirche 2016 wurden wach. Der Terrorist Anis Amri raste damals abends mit einem Lkw auf das Marktgelände, tötete 13 Passanten. Mehrere Menschen wurden verletzt.

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Erinnerungen an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz

Zu den Geschehnissen am Sonntag am Alex gab es seitens der Polizei keine weiteren Erklärungen. Der KURIER erfuhr, dass Berichte stimmten, dass ein anonymer Anrufer gedroht habe, mit einem Fahrzeug in den Weihnachtsmarkt zu fahren.

Gegen 20.40 Uhr teilte die Polizei auf Twitter mit, dass sich der „telefonische Hinweis“ nicht bestätigt  hat. „Wir haben den Einsatz soeben beendet und ermitteln wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen“, hieß es in der Mitteilung. Und: „Wer die Polizei zum Vergnügen alarmiert, Polizeieinsätze auslöst und Menschen verunsichert, dem könnte der Spaß schnell vergehen. Notrufmissbrauch und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten können teuer werden und sogar im Gefängnis enden.“