22.09.2020 BMW X5 zerschellt an Ampelmast, Thorwaldsenstraße,Steglitz Foto: Morris Pudwell

Die Karosserie hat sich um einen Metallmasten gewickelt, Trümmerteile liegen 50 Meter auf der Kreuzung verteilt.  Unfassbar! Aus diesem Wrack wurden drei Insassen lebend geborgen. Ein Fahranfänger (18) hatte die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

Endlich volljährig, den Führerschein in der Tasche und einen schicken Mietwagen für eine Spritztour mit den Freunden. Doch die Freude über die neue Freiheit währte nicht lange.  Ein 18-Jähriger hat in der Nacht zu Dienstag an der Kreuzung Thorwaldsenstraße/Prellerweg/Bergstraße in Schöneberg die Kontrolle über einen erst im August 2020 zugelassenen BMW X5 verloren. Der weiße SUV krachte um 1 Uhr gegen einen massiven Ampelmast. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass sich die Metallstange durch die Karosserie bis zur Rücksitzbank fraß. Das Auto wurde regelrecht zerschnitten. 

Nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort soll die Aufprallgeschwindigkeit extrem hoch gewesen sein. Es gebe Hinweise darauf, dass der Fahranfänger gerast sein könnte. Die Ermittlungen dazu sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Der 18-jährige Fahrer und seine beiden Beifahrer (17, 19)  erlitten bei dem Horror-Crash schwere Arm-, Bein-, Kopf- und Rumpfverletzungen, sodass sie in Krankenhäusern stationär aufgenommen werden mussten. „Die Verletzungen des Unfallfahrers wurden als lebensbedrohlich eingestuft. Sein Zustand soll sich stabilisiert haben“, sagt ein Polizeisprecher. 

Mehrere Notärzte, Rettungssanitäter sowie der technische Dienst der Feuerwehr waren an der komplizierten Rettung der drei Fahrzeuginsassen beteiligt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen, forderten die Einsatzkräfte den Intensivtransporthubschrauber (ITH) Christoph Berlin an. 

Die Unfallstelle an der Kreuzung Thorwaldsenstraße/Prellerweg/Bergstraße in Steglitz gleicht einem Trümmerfeld. Foto:  Morris Pudwell

Brisant: Der Aufprall des schweren SUV geschah mit so viel Wucht, dass das Lenkrad aus der Verankerung gerissen wurde und mindestens 25 Meter durch die Luft flog. Der darin befindliche Airbag löste nicht aus. Das, sagte ein Gutachter vor Ort, sei unnormal. Die normale Auslösezeit eines Airbags beträgt normalerweise 55 Millisekunden.  LEX