Ein Blick auf die Spree, den ich täglich genieße. Ausflugsdampfer am Spreebogen
Ein Blick auf die Spree, den ich täglich genieße. Ausflugsdampfer am Spreebogen imago/Chromorange

Liebe Leserinnen und liebe Leser, angesichts der bedrückenden Prophezeiungen um die Wasserknappheit auch in Berlin und Brandenburg möchte ich hier jetzt mal meine schönen Eindrücke von Berlin am Wasser mit Ihnen teilen. Es beginnt schon bei der morgendlichen Runde mit dem Hund: Wir zwei landen an den meisten Tagen auf dem Spazierweg entlang der Spree. Und immer wieder kann ich mich selbst bei Nieselregen oder Graupelschauern über diese Ruhe freuen, die der träge dahinfließende Fluss um ein Vielfaches verstärkt.

Manchmal, wenn ich noch ein bisschen müde bin, setze ich mich kurz auf eine der Bänke und schaue aufs Wasser. Das geht in Berlin an so vielen Orten, denn die Stadt hat mit Spree und Havel gleich zwei große Flüsse, dazu große und kleine Seen, Kanäle und Teiche, Pfuhle und Weiher.

Jetzt auch lesen: So sparen Sie mit Spaß: Unsere Kolumnistin feiert Restefeste – und so feiern Sie mit! >>

Da ich beruflich und privat viel in der Stadt unterwegs bin, habe ich das Gefühl, dass ich immer wieder am Wasser lande. Das ist mehr als ein Gefühl, denn es bestätigt sich ja immer wieder. Wie viel Wasser ist das eigentlich? Eine Antwort darauf finde ich auf der Homepage der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz: „Berlin ist eine Wasserstadt im Sinne des Wortes. Nimmt man alle Flächen, die das Wasser innerhalb der Stadt bildet, zusammen, dann sind es immerhin 6,6 Prozent der Berliner Gesamtfläche mit beachtlichen 58,9 Quadratkilometern.“

58,9 Quadratkilometer Wasserfläche gehören zu Berlin

Was diese nüchterne Zahl nicht verrät, ist die Faszination, die vom Wasser ausgeht.  Damit meine ich nicht nur den entspannenden Nachmittag an den Ufern von Müggel- oder Wannsee. Ich denke auch an die vielen Sportarten am, im oder auf dem Wasser, denn wenn es Sommer wird, erwachen die Wassermänner und Meerjungfrauen in uns. Dafür brauchen wir in Berlin nur ein BVG-Ticket, um am Wasser zu landen.

Jetzt lesen: Ich habe den ultimativen Jungbrunnen entdeckt! Mit diesen Tricks fühlen Sie sich garantiert lange fit und beweglich >>

Mit dem kann man übrigens auch die Fähren benutzen, so zur Mini-Kreuzfahrt über den Wannsee oder die F11, die im Plänterwald ganzjährig Treptow mit Oberschöneweide verbindet. Einmal im Jahr gönne ich mir eine Bootstour auf den Berliner Gewässern. Das ist nicht nur für die Gäste der Stadt erlebnisreich. Ich genieße es, die Stadt aus dieser ungewohnten Perspektive zu betrachten und sehe die Veränderungen. An vielen Orten kann man noch immer erkennen, dass Berlin aus dem Kahn gebaut wurde, denn das Baumaterial für die schnell wachsende Metropole des 19. Jahrhunderts kam über das Wasser. An der Museumsinsel ist das noch heute so.

Wasser ist auch unser wichtigstes Lebensmittel

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. In Berlin können wir es aus dem Hahn trinken. Die neun Berliner Wasserwerke versorgen täglich rund 3,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser in hoher Qualität. Eine erfrischende Neuerung sind die knapp 200 Trinkbrunnen der Berliner Wasserbetriebe überall in der Stadt, die gerade an heißen Sommertagen den Durst ganz kostenfrei löschen. Danke.

Jetzt auch lesen: Mit Kompott und Marmeladen: So fangen Sie den Sommer in der Küche ein >>

Ganz gleich, ob uns die Hitze ans Wasser zieht, ein Landregen die Natur erfrischt, ob wir duschen oder Kaffee kochen – Wasser ist Leben. Es verbindet Regionen, Länder und Kontinente. Wir sollten es wertschätzen.

Ihre Sabine Stickforth

KURIER-Autorin Sabine Stickforth schreibt jeden Dienstag über das Leben über 50 in Berlin.
Kontakt über wirvonhier@berlinerverlag.com

Lesen Sie auch: Café lässt keine Kinder mehr rein: DIESE Szene brachte den Inhaber zu dieser krassen Entscheidung! >>