Diese Woche steht uns wieder Chaos-Wetter bevor: Zur schwülen Hitze sollen sich Gewitter, Starkregen, sogar Sturzfluten gesellen. Fotos: Imago/Levine-Roberts, Imago/Photothek

Es dauerte gefühlte Ewigkeiten, bis sich der Sommer endlich ein bisschen zeigen wollte – und jetzt kommt die warme Jahreszeit dafür gleich mit der richtig dicken Keule! Die Sonne strahlt auch über Berlin, die Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit wird uns in den kommenden Tagen mächtig ins Schwitzen bringen. Doch dann kündigt sich eine Wetterlage an, die erneut für chaotische Zustände am Himmel sorgen könnte: Ab Mitte der Woche kündigt Meteorologe Dominik Jung vom wetter.net in Teilen Deutschlands Gewitter und Starkregen an.

Grund für die Wetterlage ist ein Tiefdruckgebiet, das sich aus Frankreich nähert. „Das bringt feuchtwarme Luftmassen“, heißt es in einer Mitteilung von wetter.net. „Das wiederum bedeutet, dass wir ab Mittwochnachmittag besonders im Westen mit Gewittern rechnen müssen. Nach Osten kommen diese kaum voran. Dort hält das Hoch Waltraud dagegen.“

Wettervorhersage: Regional kann es Starkregen und sogar Sturzfluten geben

Dazu komme eine sehr schwache Luftströmung – Bedingungen, die es vor einigen Jahren schon einmal gab. „Es haben sich in schwülwarmen Luftmassen heftige Gewitter gebildet, die kaum von Ort und Stelle kamen. Daher gab es eng begrenzt heftigen Starkregen und die Folge waren Sturzfluten. Das könnte uns ab morgen lokal auch wieder blühen. Das sind aber in der Tat nur ganz eng begrenzte Gewitterzellen. Viele bekommen gar nichts ab, andere dagegen richtig viel“, heißt es. Schwerpunkt sei der gesamte Westen: Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. Aber auch außerhalb der Regionen könne es Gewitter geben.

Der aktuelle Wetterbericht von Dominik Jung von wetter.net.

Video: Youtube

„Jetzt gibt der Sommer Vollgas. Es steht die erste heftige Gewitterlage des Jahres vor der Haustür“, sagt auch Wetter-Experte Dominik Jung. „Hoch Waltraud ist nicht mehr allein. Aus Spanien und Frankreich zieht ein Tief heran. Das bringt schwülwarme Luftmassen. Daher gibt es ab morgen im Westen fast täglich Gewitter mit Unwetterpotenzial.“ Er warnt: Binnen weniger Minuten könne es zu erheblichen Regenmengen kommen. „Dazu ist es zunehmend schwül und unangenehm. Insgesamt bleiben die Temperaturen bis zum Wochenende und auch in die nächste Woche hinein über 20 Grad. Teilweise um 25 Grad, regional auch mal etwas darüber.“

Lesen Sie auch: Klima-Schock! Experte warnt: Dieser Vulkanausbruch verändert unser Wetter dramatisch! >>

Die Höchstwerte liegen in den kommenden Tagen bei maximal 28 Grad. Es könnte ein schöner Sommer sein, doch es werde unangenehm. Einziger Vorteil: „Beim Wetter ist nun wieder viel Zunder drin. Nur eines ist nicht absehbar: ein Temperatursturz in die Schafskälte hinein“ erklärt Jung.