Ab sofort wird in Berlin die 3G-Regel schon auf den Bahnsteigen von U- und S-Bahn kontrolliert. Markus Wächter

Die Berliner Verkehrsbetriebe und die Berliner S-Bahn machen ernst. Ab sofort werden die 3G-Regeln bereits auf den Bahnsteigen durchgesetzt. Dort gilt jetzt die Vorschrift, dass Kunden und Fahrgäste genesen, geimpft oder getestet sein müssen. Ordnungsämter und Polizei können ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500 Euro erheben.

Berlinerinnen und Berliner müssen bei der Fahrt mit U- und S-Bahn ab diesem Mittwoch schon auf dem Bahnsteig mit 3G-Kontrollen rechnen. Auch dort gilt dann die Regel, dass sie genesen, geimpft oder getestet sein müssen. Bislang galten die sogenannten 3G-Regeln nur für die Fahrzeuge.

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Der Berliner Senat hatte sie vergangene Woche mit der aktuellen Corona-Verordnung entsprechend ausgeweitet. Die Kontrollen sollen allerdings stichprobenhaft erfolgen. Laut Senat gilt die 3G-Pflicht nur an den Bahnsteigen von S- und U-Bahnen, nicht jedoch in den übrigen Teilen der Bahnhöfe und auch nicht an Bus- und Tramstationen.

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Bußgeld für renitente Maskenmuffel bei der BVG beträgt 550 Euro

Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt ein Bußgeld aufgebrummt. Maskenmuffel riskieren mindestens 50 Euro, renitente Maskenmuffel sogar bis zu 550 Euro, heißt es etwa bei der BVG. Ohne 3G-Nachweis darf man die Fahrt nicht fortsetzen oder muss den Bahnsteig verlassen.

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Bei der Berliner S-Bahn sind für die Kontrollen eigenen Angaben zufolge das Sicherheitspersonal sowie speziell geschulte Kontrolleure zuständig. Die Fahrgäste sollen über die digitalen Kanäle sowie über Anzeigen auf den Bahnsteigen über die Neuregelung informiert werden.

Die Durchsagen in den Zügen will das Unternehmen nach und nach entsprechend aktualisieren. Bei der neuesten S-Bahn-Baureihe können Ansagen zentral eingespielt werden. Bei älteren Fahrzeugen muss das für jeden Zug einzeln geschehen.

Flächendeckende Zugangskontrollen nicht möglich, so die BVG

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen die 3G-Kontrollen bei den U-Bahnen nun stichprobenartig auf die Bahnsteige ausweiten. Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen mit Zusammenarbeit der Polizei werde es auch Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen geben, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Allerdings: „Flächendeckende Zugangskontrollen sind nicht möglich.“

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In den vergangenen zwei Wochen hatte die BVG eigenen Angaben zufolge mehrere Schwerpunktkontrollen in den Zügen durchgeführt. Nur ein geringer Teil der Fahrgäste habe keinen 3G-Nachweis vorweisen können, hieß es. Bei ersten Kontrollen konnten rund 95 Prozent einen Nachweis vorzeigen.