Die Berliner Polizei will besonders Verstöße gegenüber und von Fahrradfahrern verfolgen. Foto: imago/vmd-images

Der ewige Kampf Auto- gegen Radfahrer – auf Berlins Straßen wird er täglich ausgetragen. Ab kommendem Montag will die Polizei nun ein Zeichen setzen, sich bei Schwerpunktkontrollen verstärkt um Verstöße gegenüber Radfahrern kümmern – aber auch um Verstöße, die von Radlern begangen werden. Die Polizeibeamten sollen dabei selbst mit dem Rad unterwegs sein.

Es ist bereits der fünfte stadtweite Schwerpunkteinsatz der Polizei

Laut Mitteilung der Polizei ist es bereits der fünfte stadtweite Schwerpunkteinsatz „zur Verkehrsüberwachung in ausgewählten Brennpunktbereichen“, heißt es. „Das Ziel ist die Steigerung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsmoral sowie die Erhöhung der Wahrnehmbarkeit polizeilicher Verkehrsüberwachung, wobei alle Verkehrsverstöße geahndet und verfolgt werden.“ Das heißt: Auch wenn es bei den Kontrollen vor allem um Radfahrer gehen soll, sollte sich kein Verkehrsteilnehmer einen Schnitzer erlauben, alle Fehler werden verfolgt.

Doch vor allem auf Radfahrern liegt der Fokus. „Themenschwerpunkte in der Einsatzwoche sind Verstöße gegenüber und von Radfahrenden sowie die technische Überprüfung von Elektrokleinstfahrzeugen und E-Bikes hinsichtlich möglicher Manipulationen“, teilt die Polizei mit. „Dabei sind auch gezielte Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Verkehrsunfällen geplant.“ Eine Woche lang soll der Einsatz andauern.

Wo genau die Kontrollen durchgeführt werden? Laut einem Bericht von rbb24 sei ein Brennpunkt die Kreuzung zwischen Torstraße, Friedrichstraße und Chausseestraße am Oranienburger Tor. Ebenso die Ecke Oranienburger Straße / Linienstraße. Weitere Schwerpunkte wollte Polizeisprecherin Monique Pilgrimm demnach nicht nennen, „sonst riskieren wir den Erfolg unserer repressiven Maßnahmen.“

Sie findet drastische Worte für das Ziel der Kontrollen. „Wir wollen keine Verkehrstoten mehr in Berlin haben“, sagt sie. Die teilnehmenden Beamten werden deshalb auch verstärkt auf Fußgänger zugehen und auf gefährliche Situationen hinweisen – schließlich sind sie die schwächsten Verkehrsteilnehmer auf Berlins Straßen.