Ein Video zeigt die Menschenansammlung vor der Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln.  Foto: Screnshot/  Meretuko Mesut Bolat

Vor einer Moschee in Neukölln kam es am Freitag zu einem Polizeinsatz, weil sich rund 300 Menschen nicht an die bestehende Kontaktverbotsverordnungen gehalten habe. Dem Imam, dem Ordnungsamt und den Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, teilten die Einsatzkräfte mit.

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In sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter kursieren Videos des Vorfalls. Ein User, offensichtlich selbst Muslim, schreibt dazu: „An alle Nichtmuslime ! Wir haben Verständnis für ihre Besorgnis bzgl dem Versammlungsverbot. Ich als Mensch der da energisch drauf achtet, wäre wohl ebenso stehen geblieben und hätte mein Handy gezuckt. Der Ezan wird wunderschön vorgetragen und fesselt einen regelrecht. Nichts desto trotz, ist es für Aussenstehende durchaus ein seltsamer Anblick. Wir hoffen und bitten um Verständnis.“

Polizei beendet das Gebet vorzeitig

Die Berliner Polizei hatte allerdings weniger Verständnis und teilte mit: „Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet“, hieß es weiter. Die Verantwortlichen der Moschee sicherten der Polizei überdies zu, über die sozialen Medien nochmals darauf hinzuweisen, dass Gebetsrufen nicht durch persönliches Erscheinen gefolgt werden müsse und dass die Rufe bei erneuten Menschenansammlungen sofort beendet werden.