Ein Schild mit der Aufschrift „Zutritt nur mit FFP2-Maske“hängt am Eingang dieses Geschäfts. dpa/Frank Rumpenhorst

Die Omikron-Welle flacht ab, nun haben zahlreiche Bundesländer beschlossen, die Beschränkungen für Ungeimpfte zu Geschäften aufzuheben. Auch ohne Geimpften- oder Genesenenbescheinigung können Brandenburger ab Mittwoch wieder in Geschäfte, die nicht dem täglichen Bedarf zugerechnet werden. Dieselbe Regelung gilt in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ziehen am Samstag nach.

In Hessen brauchen Kunden bereits seit Montag keinen Impf- oder Genesenennachweis mehr beim Einkaufen. Zuvor hatten mehrere Bundesländer die 2G-Regel im Einzelhandel bereits aufgrund von Gerichtsurteilen zurückgenommen, etwa Bayern, Niedersachsen und das Saarland. Vor allem Arbeitgeber- und Handelsverbände hatten zuletzt verstärkt ein bundesweites Ende der Regelung gefordert.

Berlin lockert erst zum 18. Februar

Berlin jedoch tritt auf die Bremse: Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) kündigte am Dienstag ein Auslaufen der 2G-Regel im Einzelhandel erst zum 18. Februar an. Stattdessen soll dann auch dort eine generelle FFP2-Maskenpflicht gelten – diese bleibt auch in anderen Bundesländern verpflichtend. Der Beschluss dazu soll am kommenden Dienstag kommen. Hintergrund sei unter anderem, dass auch das benachbarte Brandenburg von der Regelung abrücke, sagte Giffey. Berlin habe womöglich den Scheitelpunkt der Omikron-Welle erreicht.

In Sachsen-Anhalt gilt hingegen nach wie vor 2G im Einzelhandel, in Thüringen und Sachsen weitgehend 3G. Bei 3G dürfen nur Kunden in die Läden, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

Laumann: Keine Trendwende beim Infektionsgeschehen zu sehen

Auch in Nordrhein-Westfalen haben weiterhin nur Geimpfte und Genesene Zugang zu Einzelhandelsgeschäften. Die aktuelle Verordnung werde dahingehend nicht geändert, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Es gebe ab Mittwoch aber keine Kontrollen mehr, sondern nur noch Stichproben.

Eine Trendwende beim Infektionsgeschehen sei „derzeit nicht zu sehen“, betonte Laumann. Nach der für kommende Woche geplanten Ministerpräsidentenkonferenz werde die NRW-Landesregierung das Infektionsgeschehen neu bewerten.

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Keine Öffnung gibt es für Ungeimpfte derzeit in der Gastronomie: In Brandenburg bleibt die strengte 2G-plus-Regel bestehen. Sie schreibt einen zusätzlichen negativen Test oder eine Booster-Impfung vor. „Noch ist nicht die Zeit für große Öffnungsschritte“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu. In Gaststätten würden beim Essen und Trinken keine Masken getragen. „Und wir wissen, dass die Omikron-Variante des Coronavirus deutlich ansteckender ist“, meinte er.