Gleich zwei Mal innerhalb weniger Stunden fielen Menschen auf die Gleise der U-Bahn. m Bahnhof Leopoldplatz (Foto) starb eine junge Frau. Oberst (Archivbild)

Dramatische Szenen haben sich in einem U-Bahnhof in Wedding abgespielt. Eine Frau stürzte auf die Gleise und versuchte noch, sich vor der einfahrenden U-Bahn zu retten – vergeblich. Sie starb noch am Ort.

Der schlimme Unfall ereignete sich am Montagabend, um 20.28 Uhr: Im U-Bahnhof Leopoldplatz fiel eine 26-jährige Frau auf die Gleise der U6. Nach Angaben der Polizei wollte die junge Frau wieder hochklettern, als sie von der einfahrenden Bahn in Richtung Mariendorf erfasst wurde. Weitere Details nannte die Polizei nicht.

Die Ermittler konnten am Montag allerdings ausschließen, dass die Frau geschubst wurde. Sie war allein, wie die Auswertung der Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhof ergab. Der Zugführer erlitt bei dem Unfall im U-Bahnhof einen Schock. Er sei vom Dienst freigestellt worden, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken gestern. Der U-Bahn-Verkehr sei bis 21.30 Uhr unterbrochen gewesen.

Betrunkener fällt in Gleisbett - Fahrer reagiert sofort

Glimpflich ging dagegen ein weiterer Unfall am Dienstagmittag aus. Am U-Bahnhof Heidelberger Platz in Wilmersdorf fiel nach Angaben der Polizei ein betrunkener Mann ins Gleisbett der U-Bahn. Der Fahrer des Gegenzuges, der gerade in den U-Bahnhof einfuhr, bekam dies mit. Er stellte sofort den Strom in der Gleisanlage ab. Ein Rettungswagen der Feuerwehr brachte den Mann, der durch den Sturz Kopfverletzungen erlitten hatte, in ein Krankenhaus.

Ein Fremdverschulden liege auch in diesem Fall nicht vor, heißt es bei der Polizei. Die Unfälle erinnern an andere schwere Zwischenfälle in Berlin. Im November vergangenen Jahres war ein 30-jähriger Mann nach einem Streit vor einen Zug gestoßen worden und gestorben. 2016 starb eine 20-Jährige, nachdem sie von einem psychisch kranken Mann vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen wurde. KO