Hier blockierten am Morgen Klima-Kleber die Ausfahrt Sachsendamm.
Hier blockierten am Morgen Klima-Kleber die Ausfahrt Sachsendamm. Twitter/Letzte Generation

Man mag fast den Silvester-Sketch zitieren: „Same procedure as every day.“ Die Klimakleber machen gerade wieder das, was sie am können – sich am Asphalt festkleben. Lustig ist das für die betroffenen Autofahrer aber nicht. An drei Stellen in der Stadt bildeten sich deshalb seit 8 Uhr morgens wieder Staus. Betroffen waren vor allem die Autobahnen A100 und A111.

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Autofahrer mussten aufpassen: Die Verkehrsinformationszentrale VIZ sprach von 25 Minuten Stau auf der A100/A103 Richtung Zentrum, da die Klima-Kleber der sogenannten Letzten Generation die Ausfahrt Sachsendamm in Schöneberg blockieren.

Berlin: Drei Autobahn-Anschlussstellen waren von Blockaden betroffen

Wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte, waren gegen 8 Uhr mehrere Anschlussstellen und Ausfahrten blockiert. Konkret von den Protestaktionen betroffen waren den Angaben zufolge auch die Anschlussstelle Heckerdamm auf der A111 stadteinwärts und die Ausfahrt Tempelhofer Damm auf der A100 Richtung Wedding und die Ausfahrt Sachsendamm auf der A100/A103 Richtung Tiergarten. 

Gegen 9 Uhr meldete VIZ dann, dass die Autobahnabfahrt Sachsendamm wieder frei wäre. 

Protestaktion für Lützerath, das abgebaggert werden soll

Laut einer Pressemitteilung der Gruppe „Letzte Generation“ sollten die Blockaden in Berlin die Proteste um den Kohleabbau im Dorf Lützerath in Nordrhein-Westfalen unterstützen. Das Dorf soll der Braunkohlegewinnung weichen. Deshalb trugen die Klima-Kleber diesmal gelbe Kreuze bei ihren Protestaktionen.

Zuletzt hatten Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ mit Presslufthämmern versucht, die Straße vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin zu beschädigen, wurden aber rechtzeitig gestoppt. Bei dem Protest am Mittwochmorgen waren beim Eintreffen der Polizisten die Aktivisten gerade dabei gewesen, die Presslufthämmer an Stromquellen anzuschließen.

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„Der Alltagstrott bringt uns über frisch geteerte und gefestigte Straßen geradewegs in die Klimahölle. Das können wir nicht zulassen“, schrieb die Aktivistengruppe zu einem kurzen Video der Aktion auf Twitter. „Wenn wir überleben wollen, müssen wir die Baustelle Klimakatastrophe nun endlich gemeinsam angehen!“ Die Gruppe kündigte zudem an, auch weiter „den Alltag unterbrechen“ zu wollen, um den Widerstand in alle Bereiche der Gesellschaft zu tragen.